Schweiz
Noch zwei Schwerverletzte in kritischem Zustand
Einen Tag nach der Entgleisung eines «Glacier Expresses» im Oberwallis haben sich noch zwei der Schwerverletzten in kritischem Zustand befunden. Die Walliser Kantonspolizei bestätigte inzwischen, dass die am Unfallort verstorbene Frau eine 64-jährige Japanerin aus Osaka war. Die Ursache des Unglücks ist noch unbekannt.
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Am Unfallort gingen die Aufräumarbeiten auf der Strecke der Matterhorn Gotthard Bahn MGB zwischen Lax und Fiesch weiter. Räumungsmannschaften brachten einen Kran in Position, um die drei verunfallten Waggons zu bergen.
Identitäten der Verletzen und der Toten geklärt
38 Verletzte waren in die Walliser Spitäler von Visp, Sitten, Siders, Martinach und Monthey gebracht worden. Je eine Person wurde in die Universitätsspitäler von Genf (HUG) und Lausanne (CHUV) eingeliefert. Die meisten, nämlich 28, stammen aus Japan. 5 sind Schweizer, 4 spanische und 2 österreichische Staatsangehörige. Eine Person stammt aus Indien, wie die Kantonspolizei mitteilte.
Mehrere Personen, die sich leichte Verletzungen zugezogen hatten, konnten das Spital inzwischen wieder verlassen.
Die Kantonspolizei ist mit den Botschaften und Konsulaten der Herkunftsländer der Verletzten in Kontakt.
Nicht nur die bei der Entgleisung des «Glacier Expresses» getötete 64-jährige Japanerin, sondern auch alle neun Schwerverletzten stammen aus Japan. Zwei dieser Schwerverletzten befanden sich noch in kritischem Zustand, wie Nicole Bayard, Kommunikationschefin der Walliser Spitäler, sagte.
Die ganze Nacht waren Arbeiter im Einsatz, um die entgleisten und umgekippten Waggons zu bergen und die Linie wieder instandzustellen, wie MGB-Direktionsmitglied Willi In Albon erklärte. Die Arbeiten werden auch in der Nacht auf Sonntag weitergehen.
Die MGB hat sich zum Ziel gesetzt, die Strecke am Sonntag wieder freigeben zu können.
Weshalb der Zug entgleiste, war am Tag nach dem Unfall nach wie vor unklar. «Wir tappen im Dunkeln», sagte Thomas Werlen, Sprecher der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB).
Die Experten des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hätten sich noch nicht geäussert, sagte Werlen. Er schloss nicht aus, dass die Untersuchung noch einige Zeit in Anspruch nehmen könnte.
Die drei entgleisten Waggons wurden in ein Depot nach Brig gebracht, wie Polizeisprecher Jean-Marie Bornet sagte. Dort stehen sie den Ermittlern und dem wissenschaftlichen Dienst der Polizei für weitere Abklärungen zur Verfügung.
Die MGB gehen von einer technischen Ursache aus und schliessen die Hypothese aus, wonach die hohen Temperaturunterschiede der letzten Tage die Geleise verformt haben könnten.
Unfall als Aufmacher japanischer Medien
In Japan hat der Unfall im Oberwallis viel Aufregung ausgelöst. Auf englischsprachigen Websites japanischer Medien ist das Thema prominent platziert. Für eine Medienkonferenz der Matterhorn Gotthard Bahn in Fiesch hatten sich zahlreiche japanische Journalisten angekündigt.
Ein Blick ins Internet zeigt, dass der Unfall auf etlichen News-Portalen aus Japan ein Aufmacher ist. Viel Platz räumten dem Unglück namentlich die Sites «Japan Today», «The Mainichi Daily News», «NewsOnJapan», «Kyodo News» oder auch «newses Japan» ein.
Der «Glacier Express» sei bei seinen Landleuten sehr hoch angesehen, sagte Kazu Hiro Sato, Journalist bei Fuji-TV Tokyo, in der Westschweizer Tagesschau «téléjournal».
Der «Glacier Express» der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) - ein beliebter Zug für Touristen - war mit rund 210 Passagieren von Brig herkommend Richtung St. Moritz unterwegs. Der Unfall passierte kurz vor 12 Uhr mittags zwischen Lax und Fiesch - rund 100 Meter vor einem Viadukt.
Telefonhotline
Für Angehörige ist eine Telefonhotline mit der Nummer 0848 / 112 117 eingerichtet worden. Die unverletzten Passagiere werden psychologisch betreut.
(sda/sf/from)
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M. Unterholzner
)
(martin.unterholzner
Verfasst am: 25.7.2010 15:14
Untersuchung
Ich bin überrascht dass von einigen Personen... mehr
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G. Bossert, Safenwil
)
(GaBo
Verfasst am: 24.7.2010 16:31
ALSO @ E. Verena, Ihre Anteilnahme in
Ehren, aber IRGENDETWAS läuft DA ebenfalls aus... mehr
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H. Widmer, Baden
)
(hwidmer
Verfasst am: 24.7.2010 15:24
Etwas Positives
Mir ist aufgefallen, wie kurz die so genannte... mehr
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