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Glacier Express entgleist - Suche nach der Ursache

Freitag, 23. Juli 2010, 13:06 Uhr, Aktualisiert 22:44 Uhr

Die Ursache des Zugunglücks im Oberwallis, das ein Todesopfer und 42 Verletzte forderte, ist völlig unklar. Ein Glacier Express entgleiste bei niedrigem Tempo in der Nähe des Viadukts zwischen Lax und Fiesch. Für die Bergung der Bahnpassagiere waren neun Helikopter und mehrere Ambulanzen im Einsatz.

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Zugunglück im Oberwallis (unkommentiert)

Bei dem Unglück entgleisten drei Wagen der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB), zwei kippten um. Zurzeit gibt es keine konkreten Hinweise für mögliche Ursachen.

Ausschliessen könne man lediglich, dass Verwerfungen im Gelände waren, erklärte Helmut Biner von der MGB gegenüber «10vor10». Man gehe zurzeit eher von technischen Ursachen aus als von menschlichem Versagen.

Spezialisten der Polizei seien daran abzuklären, warum es zu dem Unglück kam, teilte die Kantonspolizei zudem mit. Dazu wurden bereits Experten der Untersuchungsstelle Bahnen und Schiffe des Bundes angefordert. Sie sollen die Walliser Kantonspolizei bei ihren Untersuchungen unterstützen.

Nach ersten Erkenntnissen sprang der Glacier Express nach einer leichten Kurve mit schwacher Steigung bei relativ niedriger Geschwindigkeit aus den Schienen. Insgesamt waren 210 Passagiere an Bord. Die ganze Zugkomposition umfasste sechs Wagen und die Lok. Drei Wagen blieben unbeschädigt, wie der Online-Dienst des «Walliser Boten» berichtet.

Zwölf Schwerverletzte

Laut Markus Rieder gestaltete sich die Rettungsaktion wegen des steilen Geländes schwierig. Zudem musste ein Wagon, der am Rande eines Abhangs hängen blieb, von den Bergungskräften gesichert werden, weil er abzurutschen drohte.

Zwei der insgesamt zwölf Schwerverletzen wurden direkt vom Unfallort mit Helikoptern in die Universitätsspitäler Lausanne und Bern geflogen. Die weiteren Verletzten brachten Krankenwagen oder Helikopter in die Walliser Spitäler Brig, Visp, Siders, Sitten und Martigny. Laut Polizei sind die meisten Verletzten Touristen aus Japan.

Die restlichen Zugpassagiere wurden ins Feriendorf Fiesch gebracht, wo sie von Fachleuten psychologisch betreut werden. Einige konnten nach kurzer Zeit ihre Reise fortsetzen. Reisecars fuhren sie nach Andermatt (UR) oder St. Moritz (GR).

Der «langsamste Schnellzug der Welt»

In 7,5 Stunden fährt der Glacier Express durch die Kantone Graubünden, Uri und Wallis. Mehr dazu

Bild Karte des Unfallorts.
Das Unglück ereignete sich zwischen Fiesch und Lax. sf

Rettungskräfte im Grosseinsatz

Insgesamt waren neun Helikopter an der Bergung beteiligt - fünf der Air Zermatt, drei der Air-Glaciers und einer der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega). Zudem standen elf Ambulanzfahrzeuge, 15 Ärzte, 30 Sanitäter, 30 Samariter sowie 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Unterstützt wurden sie von mehr als 40 Polizisten des Kantons und der umliegenden Gemeinden.

Wegen des Unfalls ist der Bahnverkehr der MGB zwischen Betten Talstation und Oberwald auf der Linie Brig-Andermatt vorerst unterbrochen. Für Reisende stehen Ersatzbusse zur Verfügung.

Telefonhotline

Für Angehörige ist eine Telefonhotline mit der Nummer 084/811 21 17 eingerichtet worden. Die unverletzeten Passagiere werden psychologisch betreut.

Die Verantwortlichen der Matterhorn Gotthard Bahn zeigten sich betroffen über den Unfall. Sie sprachen den Angehörigen des Todesopfers ihr tiefstes Beileid aus und den Verletzten ihr Mitgefühl.

(sf/schj)

Kommentare aktiv...

M. Waibel, Igis
(locomotivist Mann)
Verfasst am: 25.7.2010 1:58

Bei aller Tragik

Nun werden sie wieder mal aufgerollt,die... mehr

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E. Häberlein, Chur
(Querdenker22 Mann)
Verfasst am: 24.7.2010 11:58

Moderne Züge unsicher?

Es würde mich nicht wundern wenn die Ursache am... [1]  mehr

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 24.7.2010 8:58

Meine Vermutung

Nach den letzten Hitzetagen haben sich die Gleise... mehr

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