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Roche mit Gewinnsprung im ersten Halbjahr

Donnerstag, 22. Juli 2010, 7:17 Uhr, Aktualisiert 14:16 Uhr

Der Basler Pharma- und Diagnostikkonzern Roche hat im ersten Halbjahr 2010 ein Umsatzwachstum und einen Gewinnsprung verzeichnen können. Der Gewinn stieg um 37 Prozent auf 5,6 Milliarden Franken. Zurückzuführen ist das bessere Ergebnis vor allem darauf, dass der Sonderaufwand für die Integration von Genentech im ersten Halbjahr 2010 erheblich geringer ausfiel als noch 2009.

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Der Umsatz des Konzerns nahm um 3 Prozent auf 24,6 Milliarden Franken zu, wie Roche mitteilte. Die Pharma-Division steigerte ihren Umsatz in Lokalwährungen dabei um 4 Prozent auf 19,4 Milliarden Franken.

Die Verkäufe der Pharma-Division hätten auch ohne die erwartungsgemäss deutlich tiefere Nachfrage nach Tamiflu den Weltmarkt übertroffen, schreibt Roche. Der Betriebsgewinn der Sparte stieg - Sonderpositionen ausgenommen und um Währungsdifferenzen bereinigt - um 9 Prozent auf 8,0 Milliarden Franken.

Erwartungen erfüllt, aber...

Der Pharmakonzern bestätigte seine Erwartungen für das laufende Jahr. Ausserordentliche Ereignisse vorbehalten, rechnet Roche – Tamiflu ausgenommen – mit einem Verkaufswachstum der Division Pharma im mittleren einstelligen Prozentbereich, derweil das Diagnostik-Geschäft deutlich schneller als der Markt wachsen soll.

Krebsmedikament Avastin wird überschätzt (10vor10 vom 21. Juli 2010)

Die Tage zuvor allerdings brachen die Roche-Aktien an der Börse ein. Nach Börsenschluss vom Mittwoch notierten sie 4,2 Prozent tiefer als noch am Vortag. Grund dafür war eine Entscheidung des vorberatenden Ausschusses der US-Gesundheitsbehörde. Diese empfahl eindeutig, das Roche-Medikament «Avastin» gegen Brustkrebs nicht zuzulassen. Der definitive Entscheid soll Mitte September fallen.

(sda/gern)

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