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Planschen mit Promille: 110 Badetote in Moskau
Mindestens 110 Menschen sind in Moskau seit Beginn der offiziellen Badesaison vor sechs Wochen ertrunken. Allein am Wochenende starben mindestens elf Badende in Seen und Flüssen der russischen Hauptstadt. Und «Teufel Alkohol» ist oftmals mit im Spiel, beklagen Ärzte.
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In Moskau starben damit dreimal so viele Menschen im Wasser wie im selben Zeitraum des Vorjahres, wie die Agentur Interfax unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden meldete.
2009: Rund 6500 Tote in russischen Gewässern
Ärzte beklagen immer wieder, dass zahlreiche Russen bei Temperaturen von weit über 30 Grad Celsius betrunken ins Wasser steigen. Ausserdem würden viele Menschen an Stellen schwimmen, die nicht als Badestrände ausgewiesen seien.
Viele Menschen lassen sich bei Temperaturen um die 35 Grad mit Wodka und Bier volllaufen und suchen dann in Moskaus Badeseen oder in der Moskwa Abkühlung. Und dann überleben sie die heissen Strand- und Badepartys, die oft die ganze Nacht dauern, nicht.
Seit Beginn der Badesaison am 1. Juni sind allein in der russischen Hauptstadt 110 Menschen ertrunken. Rund 6500 Menschen starben im vergangenen Jahr in russischen Gewässern - das waren mehr als 13 Mal so viele wie etwa in Deutschland.
«Teufel Alkohol» als tödliche Wegzehrung
Die russischen Behörden sehen den Anstieg der Zahlen mit Sorge. Schon jetzt gebe es dreimal so viele Ertrunkene wie im Vergleichszeitraum 2009. «Teufel Alkohol» sei die Ursache für drei Viertel aller tödlichen Badeunfälle. 90 Prozent der Opfer seien Männer.
«In Moskau ertrinkt man wegen Trunkenheit, Dummheit und aus Stolz», schreibt das russische Boulevard-Blatt «Moskowski Komsomolez». Die Medien sind in diesem Sommer voll mit Horrorgeschichten über das gefährliche Alkohol-Trinken beim Baden.
Gelage der Betreuer kostet 6 Kindern das Leben
Als in einem Kinderferienlager am Asowschen Meer Anfang Juli sechs Kinder im Alter zwischen 8 und 16 Jahren ertranken, zürnte sogar Präsident Dmitri Medwedew über die «Verantwortungslosigkeit» seiner Landsleute. Die Betreuer hatten wohl wegen eines Trinkgelages beim Picknick ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt. «Das riecht nach einem Verbrechen», schimpfte Medwedew.
Die russischen Behörden machen vor allem den Alkoholkonsum für die hohen Todeszahlen verantwortlich. Im Winter erfrieren viele Russen im Alkoholrausch auf der Strasse. Hunderttausende Russen sterben jährlich an den Folgen des Alkoholkonsums. Die Regierung sucht schon seit Jahren ein «Rezept» gegen die Trunksucht in der Bevölkerung - bisher ohne Erfolg.
Tödlicher Ritt auf Wassermotorrädern
Für die Behörden ist auch klar: Je schöner das Wetter, desto mehr Badetote. Das Problem neben dem Alkohol: Oft sind selbst an bewachten Stränden kaum ausgebildete Rettungskräfte im Einsatz.
Moskaus Retter beklagen zudem, dass viele Badegäste sturzbetrunken auf Wassermotorräder oder andere Fahrzeuge steigen und Unfälle bauen. In den meisten Fällen fehle dafür der Führerschein. Nicht selten hätten Akrobatik und gefährliche Mutproben ein tödliches Ende.
(agenturen/halp)
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J. Raguth
Verfasst am: 19.7.2010 11:17
diese wotka brüder
ist egal wenn sie sich zu tote saufen das war... mehr
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