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VBS überprüft alle Berater-Verträge

Freitag, 16. Juli 2010, 8:57 Uhr

Verteidigungsminister Ueli Maurer hat genug von teuren externen Beratern und doppelt bezahlten Beamten: Er hat die Überprüfung von allen Dienstleistungsverträgen angeordnet und gleichzeitig den Vertrag mit dem jüngst in die Schlagzeilen geratenen Brigadier Hans-Peter Wüthrich vorzeitig aufgelöst.

Wüthrich war im Zusammenhang mit der Ausarbeitung des Armeeberichts vom VBS mit einem auf neun Monate beschränkten Mandat ausgestattet worden, das ihm 45'000 Franken einbrachte. Dies, obwohl sich der Brigadier bereits im Vorruhestand befand. Der Vertrag sei zwar legal gewesen, doch er widerspreche der Absicht der vorzeitigen Pensionierung, hiess es in einem VBS-Communiqué.

Bild Ueli Maurer und Blattmann blicken in die gleiche Richtung.
VBS-Chef Maurer meint es ernst mit dem Sparen. Er beauftragte Armee-Chef Blattmann einen Einstellungsstopp zu erlassen. keystone


Die sofortige Auflösung des Dienstleistungsvertrages geschieht im gegenseitigen Einverständnis. Die finanzielle Entschädigung wird auf die Vergütung von Spesen reduziert. Brigadier Wüthrich arbeitet gemäss VBS trotzdem im Rahmen seiner Vorruhestandsregelung an der Erstellung des Armeeberichts weiter mit.

Rechtmässigkeit überprüfen

Auch in einem zweiten, in letzter Zeit aufgedeckten Fall ist VBS-Chef Maurer aktiv geworden. Nachdem aufgeflogen war, dass Armeechef André Blattmann einem Informatiker einen Auftrag ohne öffentliche Ausschreibung vergeben hatte, lässt Maurer nun alle Verträge mit externen Fachleuten überprüfen.

Das interne Inspektorat muss alle laufenden Dienstleistungsverträge überprüfen. Einerseits will Maurer herausfinden, ob die Verträge den geltenden Rechtsgrundlagen entsprechen. Andererseits soll geprüft werden, ob bei den Dienstleistungsverträgen Einsparpotenzial besteht.

Der von Blattmann beauftragte Experte hatte zwischen 2008 und 2010 insgesamt 740'000 Franken erhalten. Weil Blattmann den Informatiker aus dem Militärdienst kannte, wurde der Ruf der Vetternwirtschaft laut.

Einstellungsstopp verhängt

VBS-Chef Ueli Maurer ist es offenbar ernst mit dem Sparen: Am vergangenen Montag hatte der der Verteidigungsminister einen Einstellungsstopp verhängt, um die Kosten zu senken. Maurer beauftragte Armee-Chef André Blattmann, eine entsprechende Weisung zu erlassen.

Frei werdende oder vakante Stellen werden nicht mehr besetzt, und laufende Einstellungsverfahren sistiert. Dies betrifft sowohl militärische als auch zivile Funktionen. Weiter sollen Treueprämien nach Möglichkeit in Form von bezahltem Urlaub statt Geld bezogen werden.Alle Verträge mit externen VBS-Fachleuten werden überprüft Mandat für frühpensionierten Brigadier aufgelöst.

(sda/koua)

Kommentare aktiv...

B. Froehlich, Petra / Lesbos
(B.Froehlich Mann)
Verfasst am: 16.7.2010 23:24

Warum BRAVO ?

Der hinterst und letzte Angestellte eine... mehr

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W. Kathriner, Sarnen
(A. Mann)
Verfasst am: 16.7.2010 12:42

Bravo U. Maurer

dass Sie keine Visionen haben und diesen Laden... mehr

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P. noob, Fuqing
(noob Mann)
Verfasst am: 16.7.2010 9:58

Ohne Vision

ist sparen wirklich das einzig Vernuenftige. Eine... mehr

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