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International

'Ndrangheta auch in der Schweiz ein Problem

Dienstag, 13. Juli 2010, 17:48 Uhr

Die 'Ndrangheta gilt als die reichste Mafia-Organisation in Italien. Die kalabrische Mafia spielt eine immer wichtigere Rolle in der organisierten Kriminalität in Europa und im Schmuggel von Drogen aus Südamerika. Aber auch in der Schweiz übt die 'Ndrangheta viel Einfluss aus.

In der Schweiz ist die 'Ndrangheta laut dem Jahresbericht 2009 des Bundesamtes für Polizei von «besonderer Bedeutung». Laut Fedpol weitet sich die Organisation vor allem im Tessin aus. Die Schweiz sei wegen ihrer Nähe zu Italien und wegen der Bedeutung des Bank- und Finanzplatzes attraktiv für die 'Ndrangheta.

Rückzugsgebiet Schweiz

Aufgrund des entschiedenen Vorgehens der italienischen Behörden stünden die kriminellen Gruppen in Italien zunehmend unter Druck, heisst es in dem Ende Juni veröffentlichten Bericht. Dies könne dazu führen, dass sie ihre Aktivitäten vermehrt in die Schweiz verlagern.

Vor gut zwei Wochen hatte die Schweiz einen in Italien verurteilten Mafioso an sein Heimatland ausgeliefert. Der Mann war von der Staatsanwaltschaft Kalabriens im Süden des Landes gesucht worden. Diese wirft ihm vor, einer der Anführer der 'Ndrangheta der Region zu sein. Der Mann war 2006 in der Schweiz verhaftet worden.

(sda/sf/hesa)

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