International
Krawalle in Nordirland - Polizist mit Schusswunden im Spital
Katholische Demonstranten in Nordirland haben sich erneut blutige Strassenschlachten mit der Polizei geliefert. Der Protest richtet sich gegen die traditionellen Märsche des protestantischen Oranier-Ordens in Belfast, der jedes Jahr am 12. Juli an den Sieg über die Katholiken erinnert. Dabei wurden auch 82 Polizeibeamte verletzt.
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Besonders schwer verletzt wurde in der Nacht auf Dienstag ein Beamter, der Schusswunden an Brust und Armen erlitt. Ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden musste eine Polizistin, die von einem Stein am Kopf getroffen wurde. Über die Zahl der verletzten Demonstranten lagen zunächst keine Berichte vor.
Gummigeschosse und Wasserwerfer
Vor allem Jugendliche und junge Männer warfen Steine und Molotow-Cocktails gegen die Einsatzkräfte.
Einige Demonstranten blockierten Strassen und liessen sich unter heftiger Gegenwehr von Polizisten wegtragen. Mehrere Fahrzeuge wurden gestohlen und in Brand gesteckt.
Ein Streckenabschnitt von Nordirlands Schienennetz musste südwestlich von Belfast einige Zeit gesperrt werden, nachdem Randalierer versucht hatten, einen mit 55 Reisenden besetzten Zug in Brand zu stecken. Dem Lokführer gelang es jedoch, den Zug schnell genug weg zu fahren. Reisende auf der Strecke Dublin-Belfast mussten innerhalb Nordirlands auf Busse umsteigen.
Aus Protest gegen die alljährlichen Umzüge des protestantischen Oranier-Ordens bewarfen katholische Demonstranten die Beamten nach Polizeiangaben mit Benzinbomben und Steinen. Die Sicherheitskräfte gingen mit Gummigeschossen und Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor.
Krawalle bereits im Vorfeld der Umzüge
Bereits im Vorfeld der Umzüge waren in der Nacht zu Montag bei Ausschreitungen nach offiziellen Angaben 27 Polizisten verletzt worden, davon drei durch Schussverletzungen. Die Randalierer hatten unter anderem Feuerwerkskörper auf Beamte geschossen. In der Vergangenheit gab es bei den Protestanten-Märschen immer wieder schwere Ausschreitungen.
Polizei fordert langfristige Lösung für Protestanten-Parade
Ein ranghohes Mitglied der nordirischen Polizei sagte, es müsste eine langfristige Lösung gefunden werden, wie man mit den Paraden der Protestanten umgehen könne. «Das ist der einzige Weg, wie wir von Chaos, Spannungen und Angst wegkommen, die Nordirland jedes Jahr erfassen.»
Mit den Umzügen erinnern die Oranier an den Jahrestag eines historischen Sieges über die Katholiken. In der Schlacht am Fluss Boyne hatte Wilhelm III. von Oranien im Juli 1690 den zum Katholizismus übergetretenen Jakob II. besiegt.
(agenturen/halp)
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A. Ka, Iraq
)
(an.ka
Verfasst am: 14.7.2010 11:20
Gewalt unter Christen?
Solche und andere Gewalt hat überhaupt nichts... mehr
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D. Wohret, saas almagell
)
(d.wohret
Verfasst am: 13.7.2010 16:23
Interessant
Wenn Christen gewalttätig werden, dann wird - zu... [1] mehr
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L. Barbara, Lausen
)
(Sekai
Verfasst am: 13.7.2010 8:57
wozu die Märsche
wenn nicht genau, um zu provozieren? Nachher... mehr
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