International
Korruptionsvorwürfe gegen Mitglieder von Berlusconis Partei
Ministerpräsident Silvio Berlusconis Partei «Volk der Freiheit» (PdL) steht in Italien erneut im Brennpunkt: Drei prominenten Mitgliedern der Regierungspartei werden Korruption und Bildung einer Geheimloge vorgeworfen.
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Ins Visier der Staatsanwaltschaft in Rom geraten sind der PdL-Koordinator Denis Verdini, Wirtschaftsstaatssekretär Nicola Cosentino sowie der bereits wegen Mafiageschäften verurteilte Senator Marcello Dell'Utri geraten.
Auch Richter, Unternehmer und Regionalpolitiker sollen verwickelt sein. Für Berlusconi werde die Luft dünn, meinen italienische Zeitungen. Erneut erreiche ein Korruptionsskandal mehrere enge Mitarbeiter.
Beeinflussung von Politik und Justiz
Ausgangspunkt der umfangreichen Ermittlungen waren mutmassliche Schmiergeldzahlungen beim Bau eines Windparks auf Sardinien. Die Staatsanwälte werfen den drei Politikern inzwischen aber vor allem vor, eine kriminelle Vereinigung oder neue Geheimloge mit aufgebaut zu haben, um politische und juristische Entscheide des Landes zu beeinflussen, wie italienische Medien berichteten.
In Italien wurde sofort an die Freimaurerloge «P2» (Propaganda Due) erinnert. Sie bildete vor Jahrzehnten eine einflussreiche Geheimgesellschaft, um ihre Interessen im Staat Italien verdeckt voranzubringen.
Anhänger des Kammerpräsidenten Gianfranco Fini, mit dem Berlusconi seit langem parteiintern über Kreuz liegt, haben den Rücktritt Verdinis und Cosentinos gefordert.
(sda/hesa)
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