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Hoffnungsschimmer am Golf von Mexiko
Möglicher Lichtblick im Kampf gegen die Ölpest: Dem britischen Ölkonzern BP ist es offenbar gelungen, eine besser abschliessende Absaugvorrichtung auf das lecke Bohrloch im Golf von Mexiko zu setzen. Kurz zuvor hatte die US-Regierung einen neuen Anlauf für ein Verbot von Tiefsee-Ölbohrungen gestartet.
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Auf der Website von BP geschaltete Live-Aufnahmen zeigten, wie die als «Top Hat 10» bezeichnete Apparatur am Ende des Bohrlochs in rund 1500 Metern Meerestiefe angebracht wurde.
Auf Videoaufnahmen war vorher zu sehen, wie ferngesteuerte Roboter versuchten, den 68'000 Kilo schweren Trichter über dem Bohrloch in Position zu bringen. BP-Geschäftsführer Doug Suttler wies darauf hin, dass die Operation komplex sei und länger dauern könnte, als das Unternehmen erwarte.
«Entscheidender Fortschritt»
Küstenwachen-Admiral Thad Allen, der von US-Präsident Barack Obama ernannte Einsatzleiter, sprach von einem «entscheidenden Fortschritt». Die Vorrichtung ersetzt eine am Wochenende entfernte Absaugglocke, mit der es nicht gelungen war, das gesamte Öl aus der lecken Leitung abzupumpen.
Washington verhängt neues Ölbohr-Moratorium
Die US-Regierung unternimmt einen neuen Anlauf für ein Verbot von Tiefsee-Ölbohrungen. Das Innenministerium stellte ein überarbeitetes Moratorium vor, das im Gegensatz zu einer früheren, vor Gericht vorläufig gescheiterten Fassung ein konkretes Ende der Massnahme nennt. BP arbeitet unterdessen fieberhaft an der Abdichtung des leckgeschlagenen Bohrlochs.
Angesichts der mehr als 80 Tage währenden Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko sei ein Stopp nötig, um die Gemeinden, Küsten und die Umwelt vor den Gefahren zu schützen, die Tiefsee-Bohrungen derzeit darstellten, teilte Innenminister Ken Salazar mit.
Verbot soll bis 30. November andauern
Ausschlaggebend für die Entscheidung sei gewesen, dass sich jeden Tag zeige, dass die Industrie es nicht schaffe, die Katastrophe in den Griff zu bekommen. Das Verbot soll demnach spätestens am 30. November auslaufen.
Ziel der neuerlichen Aktion ist es, das Loch erstmals seit der Explosion einer Ölplattform am 20. April vollständig abzudichten und das Öl an die Oberfläche zu leiten. Bislang ist unklar, ob der neue Trichter dem Druck des austretenden Öls wird standhalten können.
Skeptische Küstenbewohner
Bewohner der Golfregion äusserten sich skeptisch. «Bisher hat es so viele Hochs und Tiefs gegeben, so viele Enttäuschungen, dass wir alle sagen: 'Wir glauben das erst, wenn wir es sehen'», sagte der Kapitän eines Charterboots, Keith Kennedy.
Sobald die neue Apparatur festgeschraubt ist, will BP mit Belastungstests beginnen. Diese sollen zwischen sechs und 48 Stunden dauern. Spätestens am Donnerstag soll sich dann zeigen, ob der neue Versuch zur Eindämmung der Ölpest erfolgreich war und das Öl tatsächlich vollständig abgesaugt oder die Bohrleitung auf diese Weise sogar verschlossen werden kann.
Grösste Ölkatastrophe der US-Geschichte
Die BP-Plattform «Deepwater Horizon» war am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken.
Dies verursachte die grösste Ölkatastrophe in der US-Geschichte, das ausströmende Öl bedroht vor allem die Ökosysteme im Golf von Mexiko und an den Küsten im Süden der USA. Immer wieder scheiterten bislang die Versuche, die Katastrophe einzudämmen.
(agenturen/halp)
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O. toneatti, bern
)
(olgar
Verfasst am: 14.7.2010 10:47
Es ist unglaublich, wie die BP
eine Umweltkatastrophe kleinreden kann. Man tut... mehr
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P. D., Esslingen am Neckar
)
(Peterle
Verfasst am: 13.7.2010 8:39
BP
Das Öl muss gerettet werden - die Umwelt ist... mehr
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