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Volk will laut Umfrage Sommaruga - SP hat Vorbehalte

Sonntag, 11. Juli 2010, 10:00 Uhr

Über 43 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer möchten den Sitz des scheidenden Bundesrates Moritz Leuenberger an die Berner SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga vergeben. Doch der in der SP als Top-Favoritin für den frei werdenden Bundesratssitz gehandelten Sommaruga weht ein rauer Wind aus den eigenen Reihen entgegen.

Bild Sommaruga blickt zur Seite.
Sommaruga soll laut einer Umfrage den Bundesratssitz von Leuenberger einnehmen. keystone

Das Meinungsforschungsinstitut Isopublic befragte am Freitag und Samstag im Auftrag von «SonntagsBlick» und «Il Caffè» 600 Schweizerinnen und Schweizer. Davon sagten 43,4 Prozent der Befragten, das Parlament solle die Bernerin Sommaruga als Nachfolgerin für den Zürcher Leuenberger in die Landesregierung wählen.

Sommaruga in SP nicht sehr populär

In der SP hat Sommaruga jedoch wenig Rückhalt, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Die Berner Ständerätin wird zwar respektiert, aber wenig geschätzt. Viele nehmen Sommaruga ihre wiederholte Kritik an der Partei und das «Gurten-Manifest» von 2001 nach wie vor übel. Mit einer Öffnung Richtung bürgerliches Lager habe diese der Partei «mehr geschadet als genützt», sagte Nationalrätin Margret Kiener Nellen gegenüber der Zeitung.

Im Positionspapier forderte die damalige Nationalrätin Sommaruga 2001 beispielsweise mehr Eigenverantwortung in der Sozialpolitik, eine begrenzte Zuwanderung aus Ländern ausserhalb der EU sowie weniger Rufe nach dem Staat. Dies scheint bei der SP bis heute nicht vergessen.

Laut der Umfrage sahen 31,6 Prozent auch die derzeit höchste Schweizerin, Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer (SP/AG), als neue Bundesrätin. In der Umfrage waren gemäss einer Mitteilung des Ringier-Konzerns Mehrfachnennungen möglich.

Klare Ansage für SP und Merz-Rücktritt

Die 660 Personen sprachen sich zudem klar für die Konkordanz aus: 44 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass der frei werdende Sitz der SP zufallen solle.

Noch klarer war das Votum bei der Frage nach Finanzminister Hans-Rudolf Merz, über dessen Rücktritt seit längerem spekuliert wird. 54 Prozent der Befragten sagten, Merz solle auf Ende Jahr zurücktreten. Im Fall seines Rücktritts solle dessen Sitz wieder der FDP zufallen, sagten 46 Prozent.

(sf/sda/bers)

Kommentare aktiv...

A. Moser, Interlaken
(dussel Mann)
Verfasst am: 13.7.2010 7:47

Departementsverteilung

Eigentlich müssten die bleibenden 6 Bundesräte... mehr

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R. Anderegg, Buchs
(karthago_77 Mann)
Verfasst am: 12.7.2010 18:25

So sehr ich die Konkordanz auch schätze

so sehr bringt diese auch Schwachstellen mit... mehr

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R. Anderegg, Buchs
(karthago_77 Mann)
Verfasst am: 12.7.2010 18:11

Hasler&Rätscher

Frau sein, nett sein und goodwill zu geniessen... [1]  mehr

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