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Zu starkes Cannabis: Immer mehr Junge landen in Entzugsklinik

Donnerstag, 8. Juli 2010, 18:44 Uhr, Aktualisiert 09.07.2010, 0:02 Uhr

Cannabis ist in der Schweiz die meistverbreitete illegale Droge. Rund 20 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren haben sie schon einmal ausprobiert. Doch nicht alle können damit umgehen, wie eine Reportage von «10vor10» zeigt. Für sie ist der Aufenthalt in einer Entzugsklinik bisweilen die letzte Chance. Auch, weil die Droge heute oft viel stärker ist als früher.

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Cannabis wird immer stärker

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Bild Person mit Joint, Grossaufnahme.
Cannabis wird immer stärker: Auch deshalb haben viele Junge Probleme, davon loszukommen. keystone

Wer häufig kifft, kann abhängig werden. Eine Binsenweisheit – und doch ist eine Abhängigkeit gerade bei Jugendlichen besonders problematisch. Denn sie sind dabei, sich körperlich wie seelisch zu entwickeln.

Immer mehr Jugendliche schaffen es nicht mehr, ohne fremde Hilfe von der Droge wegzukommen. Für sie gibt es nur noch einen Ausweg: Einen Entzug in einer Klinik.

Bis zu 10 Joints – pro Tag

Auch Lorenzo hat seinen Cannabis-Konsum nicht mehr in den Griff bekommen. Die Droge begann, seinen Alltag immer mehr zu beherrschen. Der Konsum überbordete.

Lorenzo rauchte damals mindestens 10 Joints pro Tag. Am Wochenende waren es jeweils doppelt so viele.

«Gespräche waren nicht mehr möglich. Nichts ging mehr.»
Lorenzo, Suchtpatient

Mit dramatischen Folgen für Lorenzos Leben. «Am Morgen konnte ich nicht mehr aufstehen, um zu Arbeit zu gehen», erzählt der junge Mann gegenüber «10vor10». Freundschaften gingen in die Brüche. Von einem Sozialleben konnte kaum mehr die Rede sein. «Gespräche waren nicht mehr möglich. Nichts ging mehr», sagt Lorenzo.

Jetzt ist der junge Mann auf Entzug. Seit 7 Wochen ist er in der Klinik für Suchtmedizin im Aargauischen Neuenhof. Die Einrichtung ist spezialisiert auf jugendliche Patienten.

Teilweise ein THC-Gehalt von über 30 Prozent

Cheftherapeut Christian Kalt stellt fest, dass Jugendliche immer früher mit dem Kiffen beginnen. Er hat Jugendliche behandelt, die bis zu 20 Joints pro Tag konsumierten.

Doch Kalt sieht noch einen anderen Grund, wieso immer mehr Jugendliche Probleme haben, vom Joint loszukommen. Die Droge wird immer stärker.

«Früher hatte Cannabis vielleicht einen Gehalt von 3 bis 4 Prozent THC», sagt Kalt. THC ist der psychoaktive Hauptwirkstoff der Hanfpflanze. «Heute», hält Kalt fest, «hat Cannabis zum Teil einen THC-Gehalt von über 30 Prozent.»

Für den Suchtexperten ist klar: Ein normales Leben ist da nicht mehr möglich: «Wenn Jugendliche Joints mit solch hohem THC-Gehalt konsumieren, sind sie nicht mehr in der Lage, ihren Pflichten nachzukommen, weil sie derart «stoned» sind.»

Cannabis in der Drogerie?

In der Stadt Zürich soll der Cannabis-Verkauf nach dem Willen des Parlaments legal werden. Das Stadtparlament überwies Mitte Juni ein Postulat für einen Pilotversuch. Die Regierung hat nun zwei Jahre Zeit, dieses zu prüfen. Mehr...

(sf/miem/schl)

Kommentare aktiv...

A. Möbius, Berlin
(moe_bius Mann)
Verfasst am: 9.7.2010 22:23

Meine Güte

das schreibe ich hier seit 2 Jahren schon, dass... mehr

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D. Ischer

Verfasst am: 9.7.2010 13:25

Patentierung

Hanf ist wie Autos. Wer ungeschult und ohne... [1]  mehr

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F. Herder, Bottmingen
(fh Mann)
Verfasst am: 9.7.2010 10:55

Mehrheit

Dieser Artikel wird von militanten Hanf-Gegnern... [1]  mehr

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