Kultur
Schweizer Forscher entdecken antike Synagoge
Ein Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Bern hat in der Nähe des Sees Genezareth in Nordisrael eine antike Synagoge entdeckt. Das Gebäude stammt laut den Wissenschaftlern aus der römisch-byzantinischen Zeit im 4. bis 5. Jahrhundert nach Christus.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die Archäologen sind bei Ausgrabungen des galiläischen Dorfes Horvat Kur aus der römisch- bis früharabischen Zeit auf die Synagoge gestossen. Auf der Kuppe des Ruinenhügels legten die Forscher eine imposante, sorgfältig gebaute Mauer der ehemaligen Synagoge frei.
Münzen lassen auf Alter schliessen
Das Grabungsfeld, die gefundenen Fragmente und der Charakter des Gebäudes deuten laut der Mitteilung der Universität Bern darauf hin, dass es sich ursprünglich um ein öffentliches Gebäude handelte. Die Experten seien sich einig, dass die Ruine einst eine Synagoge war. Es ist die fünfte Synagogenbaute aus römisch-byzantinischer Zeit, die am Westufer des Sees Genezareth entdeckt wurde.
Im Innenhof des Gebäudes wurde ausserdem eine grosse Anzahl von Münzen gefunden. Die Münzen legen laut den Forschern eine Datierung des Gebäudes auf das 4. Jahrhundert nach Christus nahe.
Wichtige historische Erkenntnisse
«Die Ausgrabungen auf Horvat Kur werden in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des antiken, ländlichen Galiläa leisten», sagte Stefan Münger vom Institut für Bibelwissenschaften der Uni Bern und Co-Direktor des Ausgrabungsprojekts. Galiläa nehme in der frühchristlichen und in der rabbinischen Tradition eine eminent wichtige Rolle ein.
Internationale Zusammenarbeit
Die Ausgrabungen finden im Rahmen des vor Jahren gestarteten «Kinneret Regional Project» statt, das unter der Leitung der Universitäten Bern, Helsinki und Leiden (NL) steht. Kinneret war zur Zeit von König David um 1000 vor Christus eine der grössten Städte dieser Region.
(sda/eics)
Meldungen im Tagesverlauf
- Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
- Miami Heat legt im Conference-Final vor
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League


Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert










