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Ölpest: BP muss US-Regierung weitere Informationen liefern

Donnerstag, 8. Juli 2010, 22:38 Uhr

Das Weisse Haus legt BP ein weiteres Mal die Daumenschrauben an. In einem Brief an den britischen Energiekonzern forderte die US-Regierung Klarheit über Pläne, einen neuen Zylinder über das sprudelnde Bohrloch im Golf von Mexiko zu stülpen. Für die Antwort setzte sie BP eine 24-stündige Frist.

BP müsse bei einem für Freitag geplanten Treffen mit US-Regierungsvertretern «detaillierte Pläne und Zeitabläufe» über das weitere Vorgehen vorlegen. So heisst es in einem Schreiben von US-Krisenkoordinator Thad Allen an den Konzern.

Bild Unterwasseraufnahme des Absaugzilinders über dem Bohrloch
Diese Absaugvorrichtung soll durch eine effektivere ersetzt werden. keystone

Die Bemühungen zur Eindämmung der Ölpest hätten mit dem geplanten Einsatz einer neuen Absaugvorrichtung an dem leckenden Bohrloch «eine entscheidende Phase» erreicht, schrieb Allen. Und weiter: «Um solche möglichen Massnahmen billigen zu können, benötige ich Informationen über die Schritte und den Entscheidungsprozess.»

BP will die derzeit eingesetzte Absaugglocke um das Bohrloch durch eine stabilere und effektivere Vorrichtung ersetzen, die viel mehr Öl auffängt als die derzeitige Installation. Während des Umbaus würde allerdings vorübergehend deutlich mehr Öl in den Ozean fliessen. BP müsse unter anderem seine Pläne für den Fall erklären, dass diese Operation fehlschlägt, forderte Allen.

(sda/coro)

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