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«Climategate»: Britische Klimaforscher erneut entlastet

Donnerstag, 8. Juli 2010, 17:50 Uhr

Der Skandal um vermeintlich gefälschte Daten zum Klimawandel fällt definitiv in sich zusammen. Eine nun veröffentlichte unabhängige Untersuchung entlastet die britischen Forscher, die der Datenfälschung beschuldigt worden waren.

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Die Untersuchung habe nichts ergeben, was die «lautstarken Behauptungen der Klimaerwärmungsleugner» stützen würde, sagte Will Steffen, Geschäftsleiter des Climate Change Institute in Canberra.

Bild Totale von Pressekonferenz.
Das Untersuchungskomitee präsentiert die Ergebnisse vor den Medien. Keystone

Klimawandel-Skeptiker hatten den Wissenschaftlern der britischen Universität East Angelina Datenmanipulation vorgeworfen. Als vermeintlichen Beweis hatten sie gestohlene E-Mails angeführt.

Gehackte E-Mails als Futter für Verschwörungstheorien

Diese über tausend E-Mails von Mitarbeitern des renommierten Klimaforschungsinstituts CRU waren letzten November von Unbekannten gehackt und veröffentlicht worden.

Die Korrespondenz diente Klimawandelskeptikern in der Folge als Munition für ihre Kritik an der Klimaforschung. Die E-Mails bewiesen, so die Skeptiker, dass die Forscher in Bezug auf die Rolle des Menschen im Klimawandel übertrieben oder gar lügten.

Just vor dem Klimagipfel in Kopenhangen im Dezember 2009 lanciert, entfachte die Polemik grosse Aufregung. Verschwörungstheorien, wonach der ganze Klimawandel nur eine Erfindung sein soll, machten die Runde.

Diese entzündeten sich unter anderem am Wort «Trick», das der amerikanische Forscher Michael Mann in einer Mail verwendet hatte – was laut Kritikern auf eine Manipulation der Erderwärmungskurve hinwies. Das Untersuchungsgremium kam nun aber zum Schluss, dass Mann sauber gearbeitet habe.

Allerdings monierten die Prüfer, die Forscher hätten in einem Begleittext erläutern sollen, warum bestimmte abweichende Daten nicht in die Studie aufgenommen worden waren. An der Ehrlichkeit der Wissenschaftler gebe es aber keine Zweifel.

Dritte Rehabilitation

Zuvor hatten bereits das britische Unterhaus und ein internationales Expertengremium, das die Royal Society einberufen hatte, die angegriffenen Klimaforscher rehabilitiert.

Michael Mann selbst zeigte sich erleichtert über die Resultate der Untersuchung. «Ich hoffe, dass wir diesen gefälschten, gemachten Skandal nun hinter uns lassen und uns einer konstruktiveren Diskussion über den Klimawandel zuwenden können.»

(sda/ramf)

Kommentare aktiv...

F. Frei, Buriram
(thaifritz Mann)
Verfasst am: 10.7.2010 9:39

Die Diffamation war eine Sensation, nun herscht Stille

Jeder kann also behaupten, er hätte Emails von... mehr

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M. Loretz, Vals Platz
(martin.loretz Mann)
Verfasst am: 8.7.2010 23:14

Glauben und Wissen!

Nun, ich habe auch einmal an den Klimawandel... mehr

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A. Schoch, Elsau
(A.Schoch Mann)
Verfasst am: 8.7.2010 20:29

offen sein für beide Ansichten

...ausstösst (oder etwa nicht?). Es ist mir... mehr

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