Schweiz
Leistungsabbau bei der Post - aber auch positive Entwicklungen
Die Post soll bei der Grundversorgung keine weiteren Abstriche machen. Dies fordert der Leiter der Postregulationsbehörde (PostReg), Marc Furrer. Er zeigt sich indes zuversichtlich, dass die Post dieser Forderung nachkommt. Furrer bemängelter allerdings, dass immer mehr Briefkästen nur noch am Morgen geleert werden - und die Post damit immer öfter liegen bleibt.
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«Bei der Versorgung des Bürgers darf nicht weiter gespart werden», schreibt der PostReg-Chef im Jahresbericht. Die Konsumenten reagierten zunehmend verärgert auf den Leistungsabbau, die Post müsse einen «Marschhalt» einschalten. Obwohl es erfreulich sei, dass Briefe
vermehrt pünktlich ankämen, bleibe die Tendenz, dass wegen Gewinn und Effizienz Leistungen abgebaut würden.
Vor den Medien sagte Furrer aber auch: «Ich stelle mit Genugtuung fest, dass ein gewisser Paradigmenwechsel stattfindet», sagte er. Bei der Post sei ein Umdenken in Gang, die Interventionen zeigten Wirkung.
Furrer deutete an, dass diese Entwicklung mit personellen Veränderungen bei der Post zusammenhängen könnte: Die neue Postleitung plane keinen weiteren Abbau von Poststellen, hielt er fest.
Post erst am Nachmittag?
Auch die Diskussionen über eine spätere Zustellung der Post erfüllen den PostReg-Chef offenbar nicht mehr mit grosser Sorge. «Die Post will über die Bücher», sagte Furrer. «Das sind bloss Versuche.»
Ein solcher Versuch läuft derzeit in der Ostschweiz unter dem Namen «Distrinova». Die Briefe für die Zustelltour werden maschinell statt durch den Briefträger sortiert. Würde das System definitiv eingeführt, erhielten Privatkunden die Post künftig erst am Nachmittag. Zudem müsste mit einem Abbau von Arbeitsplätzen gerechnet werden, heisst es im Jahresbericht.
«10vor10» hatte im März berichtet, dass hunderte Stellen von der Einführung solcher Sortiermaschinen betroffen sein könnten:
Dicke Briefe werden zu Paketen
Die PostReg nimmt auch Neuerungen im Angebot unter die Lupe. Dass die Post Briefsendungen, die dicker als 2 Zentimeter sind, nicht mehr als Briefsendungen annimmt, bezeichnet die Behörde als «unbefriedigend».
Weil die Sendungen neu als Pakete gelten, ist ihr Preis stark gestiegen. Zwar sei die Post zu dieser Änderung berechtigt, hält die PostReg fest. Die Post habe aber sehr zurückhaltend informiert und viele Kunden verärgert.
Post zu lange im Briefkasten
Ärger verursachte 2009 ferner, dass immer mehr Briefkästen nur am Morgen geleert werden. In der Stadt Bern löste dies ein so grosses Echo aus, dass die Post die Situation noch einmal überdachte und entschied, gewisse Briefkästen wieder am Nachmittag zu leeren.
«Tatsache bleibt allerdings, dass seit längerer Zeit gesamtschweizerisch mehr als die Hälfte der Briefeinwürfe vor 12 Uhr geleert werden», schreibt die Regulationsbehörde dazu. Dies sei ein «klarer Abbau der Grundversorgungsqualität».
Noch kein Wettbewerb
Weiter stellt die PostReg fest, dass es trotz Liberalisierung bei der Briefpost noch keinen Wettbewerb gibt: Obwohl nun auch private Postanbieter Briefe über 50 Gramm befördern dürfen, verfügt die Post bei den adressierten inländischen Briefen nach wie vor über einen Marktanteil von über 99 Prozent.
Ein echter Wettbewerb könne erst mit einer vollständigen Marktöffnung erfolgen, hält die PostReg fest. Furrer rechnet allerdings damit, dass selbst dann der Marktanteil der Post sehr hoch bleiben würde.
Die postalische Grundversorgung war im Jahr 2009 mit 706,2 Millionen Franken eigenfinanziert. Gegenüber dem Vorjahr kommt dies einer leichten Verschlechterung gleich.
(sda/schl/hesa)
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M. Steiner, Winterthur
)
(Mikey
Verfasst am: 7.7.2010 12:41
Notbremsung!
Jetzt bitte weiter in die Eisen treten! Ich bin... mehr
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N. Wolf, Brig
)
(NoraWolf
Verfasst am: 7.7.2010 12:06
komisch...
immer mehr Stellenabbau, Poststellen werden... mehr
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D. Brunner, Wettingen
)
(resida
Verfasst am: 7.7.2010 12:02
Ärger Luft machen...
A-Post = Schneckenpost... Tja, dem kann ich nur... [1] mehr
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