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International

BP-Chef rührt in Golfemiraten die Werbetrommel

Mittwoch, 7. Juli 2010, 16:55 Uhr

BP-Firmenchef Tony Hayward buhlt nun im Nahen Osten persönlich um einflussreiche Investoren. Er spricht dort mit Anlegern, die bereits Anteile an dem angeschlagenen Ölkonzern halten.

Bild Tony Hayward mit Schutzhelm von BP.
Sorge vor feindlicher Übernahme? Folgekosten der Ölpest bedrohen die eigenständige Zukunft von BP. reuters

Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Kreisen der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erfuhr, traf sich Hayward mit Vertretern des Staatsfonds Abu Dhabi Investment Authority (ADIA).

Araber zeigen Interesse

Seit Tagen gibt es Spekulationen, der Konzern suche zur Abwehr einer möglichen feindlichen Übernahme einen strategischen Partner. BP ist wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko und den kaum abschätzbaren Folgekosten angeschlagen. Die BP-Aktie hat in den vergangenen Wochen fast die Hälfte ihre Börsenwertes eingebüsst.

Mehrere Investoren des Landes - auch von ausserhalb der Energiebranche - hätten Interesse an einem Anteil an BP von bis zu 15 Prozent, schrieb eine saudiarabische Zeitung. BP habe auch mit Staatsfonds in Kuwait, Katar und Singapur gesprochen, hiess es.

Einige Staatsfonds sind bereits BP-Aktionäre. Nach Angaben von Thomson Reuters halten Norwegen und Kuwait je rund 1,8 Prozent, China 1,1 und Singapur 0,7 Prozent am Ölkonzern.

(sda/bers)

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