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International

Iran hat «Beweise» für Entführung von Atomphysiker

Sonntag, 4. Juli 2010, 11:37 Uhr

Das iranische Aussenministerium hat der Schweizer Botschaft in Teheran angebliche Beweise übergeben, die bestätigen sollen, dass der US-Geheimdienst CIA den iranischen Atomphysiker Schahram Amiri entführt haben soll. Amiri war vor einem Jahr in Saudi-Arabien verschwunden.

Die Schweiz vertritt im Iran auch die Interessen der USA. Deshalb hat die iranische Regierung laut Aussenamtssprecher Ramin Mehmanparast der Botschaft die Beweise für Amiris «Entführung» übergeben.

Bild Aussenansicht der Schweizer Botschaft in Teheran. (reuters)
Seit 1981 vertritt die Schweiz in Teheran auch die Interessen der USA. reuters

Der Iran fordert von den USA erneut Angaben zum Verbleib des iranischen Atomwissenschaftlers. Teheran beschuldigt den US-Geheimdienst den Mann vor einem Jahr entführt zu haben.

In einem Fernsehinterview sagte Mehmanparast, Teheran erwarte, dass Washington «so schnell wie möglich» seine Ermittlungsergebnisse zum Verbleib Amiris vorlege. Die USA seien für das Leben Amiris «verantwortlich».

Amiri war im Juni 2009 nach der Ankunft zu einer Pilgerreise in Saudi-Arabien verschwunden.

Geheimdienst-Krimi

Ende März berichtete der US-Fernsehsender ABC, der Physiker sei übergelaufen und arbeite mit der CIA zusammen.

Teheran behauptet hingegen, Amiri sei mit Hilfe des saudi-arabischen Geheimdienstes von den USA entführt worden. Die USA weisen dies zurück.

Das iranische Fernsehen strahlte Anfang Juni ein Video aus, in dem ein Mann, der sich als Amiri ausgab, beteuerte, vom US-Geheimdienst entführt worden zu sein.

Wenige Wochen später wurde ein zweites Video veröffentlicht. Darin gab der selbe Mann an, «aus den Händen der Agenten des amerikanischen Geheimdienstes» geflohen zu sein und sich im US-Bundesstaat Virginia aufzuhalten.

Rolle der Schweiz im Iran

1919 eröffnete die Schweiz in Teheran ein Generalkonsulat, das 1936 in eine Botschaft umgewandelt wurde.

Mehrfach spielte die Schweiz in den internationalen Beziehungen des Irans eine Vermittlerrolle - sei es in finanzieller Hinsicht oder auf diplomatischer Ebene.

So vertrat sie die Interessen des Irans von 1941 bis 1945 während des zweiten Weltkriegs bei den Achsenmächten.

Seit 1981 vertritt die Sektion Fremde Interessen der Schweizer Botschaft in Teheran die Interessen der USA.

Die Wahrung fremder Interessen ist Teil der «Guten Dienste» der schweizerischen Aussenpolitik.

Eine Schutzmacht tritt in Funktion, wenn zwei Staaten im Konfliktfall die diplomatischen und/oder konsularischen Beziehungen abbrechen. Sie übernimmt dann einen Teil der Aufgaben der bisherigen ordentlichen Vertretung.

Die Interessenvertretung der USA im Iran basiert als einziges Schutzmachtmandat der Schweiz auf einem umfassenden Mandat.

Die übrigen Mandate sind eher formell, wie beispielsweise die Interessensvertretung Russlands in Georgien und diejenige Georgiens in Russland.

(agenturen/sf/schubeca)

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I. Ndlovu, Mbombela
(Ndlovu Mann)
Verfasst am: 4.7.2010 18:04

Amiri ist gefluechtet

und befindet sich bei Verwandten in der CH!

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