International
Iran hat «Beweise» für Entführung von Atomphysiker
Das iranische Aussenministerium hat der Schweizer Botschaft in Teheran angebliche Beweise übergeben, die bestätigen sollen, dass der US-Geheimdienst CIA den iranischen Atomphysiker Schahram Amiri entführt haben soll. Amiri war vor einem Jahr in Saudi-Arabien verschwunden.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die Schweiz vertritt im Iran auch die Interessen der USA. Deshalb hat die iranische Regierung laut Aussenamtssprecher Ramin Mehmanparast der Botschaft die Beweise für Amiris «Entführung» übergeben.
Der Iran fordert von den USA erneut Angaben zum Verbleib des iranischen Atomwissenschaftlers. Teheran beschuldigt den US-Geheimdienst den Mann vor einem Jahr entführt zu haben.
In einem Fernsehinterview sagte Mehmanparast, Teheran erwarte, dass Washington «so schnell wie möglich» seine Ermittlungsergebnisse zum Verbleib Amiris vorlege. Die USA seien für das Leben Amiris «verantwortlich».
Amiri war im Juni 2009 nach der Ankunft zu einer Pilgerreise in Saudi-Arabien verschwunden.
Geheimdienst-Krimi
Ende März berichtete der US-Fernsehsender ABC, der Physiker sei übergelaufen und arbeite mit der CIA zusammen.
Teheran behauptet hingegen, Amiri sei mit Hilfe des saudi-arabischen Geheimdienstes von den USA entführt worden. Die USA weisen dies zurück.
Das iranische Fernsehen strahlte Anfang Juni ein Video aus, in dem ein Mann, der sich als Amiri ausgab, beteuerte, vom US-Geheimdienst entführt worden zu sein.
Wenige Wochen später wurde ein zweites Video veröffentlicht. Darin gab der selbe Mann an, «aus den Händen der Agenten des amerikanischen Geheimdienstes» geflohen zu sein und sich im US-Bundesstaat Virginia aufzuhalten.
Rolle der Schweiz im Iran
1919 eröffnete die Schweiz in Teheran ein Generalkonsulat, das 1936 in eine Botschaft umgewandelt wurde.
Mehrfach spielte die Schweiz in den internationalen Beziehungen des Irans eine Vermittlerrolle - sei es in finanzieller Hinsicht oder auf diplomatischer Ebene.
So vertrat sie die Interessen des Irans von 1941 bis 1945 während des zweiten Weltkriegs bei den Achsenmächten.
Seit 1981 vertritt die Sektion Fremde Interessen der Schweizer Botschaft in Teheran die Interessen der USA.
Die Wahrung fremder Interessen ist Teil der «Guten Dienste» der schweizerischen Aussenpolitik.
Eine Schutzmacht tritt in Funktion, wenn zwei Staaten im Konfliktfall die diplomatischen und/oder konsularischen Beziehungen abbrechen. Sie übernimmt dann einen Teil der Aufgaben der bisherigen ordentlichen Vertretung.
Die Interessenvertretung der USA im Iran basiert als einziges Schutzmachtmandat der Schweiz auf einem umfassenden Mandat.
Die übrigen Mandate sind eher formell, wie beispielsweise die Interessensvertretung Russlands in Georgien und diejenige Georgiens in Russland.
(agenturen/sf/schubeca)
Meldungen im Tagesverlauf
- Valser Gemeinderat für Zumthors Angebot
- Neue Hoffnung für Grosssägerei in Domat/Ems
- Kodak-Kameras sind tot, lang lebe Kodak
- Hart, härter, am härtesten – Kleine Schneebader in der Ukraine
- Kältewelle ist gutes Geschäft für Öl- und Stromproduzenten
- Sauber mit Problemen im Test
- Konkurrenzkampf in Nati so gross wie nie
- Fernando Gonzalez hört im März auf
- Die Geheimnisse der Xenia Tchoumitcheva
- Berlinale-Eröffnung: Glamourös und politisch
- Verschneiter Ätna spuckt Lava
- Griechen einigen sich mit IWF und EU auf Sparplan
- Verfahren gegen Sarkozy-Vertrauten Woerth
- Affäre Hainard: Schlüsselperson freigesprochen
- Der Kälte trotzen
- Shaqiri: «Wollte unbedingt zu einem Topverein»


«Costa Concordia»: Angst vor Umweltdesaster hält an
11 Jahre Berufsverbot für Star-Ermittler Garzón
Machtkampf im Ferienparadies Malediven
Hart, härter, am härtesten – Kleine Schneebader in der Ukraine
Valser Gemeinderat für Zumthors Angebot
Neue Hoffnung für Grosssägerei in Domat/Ems
Kodak-Kameras sind tot, lang lebe Kodak
UNO erwägt gemeinsame Beobachtermission mit Arabern in Syrien
Die wertvollste Münze Deutschlands
Dutzende tote Vögel im Berner Jura
Tödlicher Unfall: Verfahren gegen Staatsanwältin
Hersteller will Preis für Gripen senken
Häufige Eisenbahn-Suizide von Schweizer Jugendlichen
AKW Mühleberg notfallmässig abgeschaltet
Transparenz bei Kampfjet-Beschaffung gefordert















I. Ndlovu, Mbombela
)
(Ndlovu
Verfasst am: 4.7.2010 18:04
Amiri ist gefluechtet
und befindet sich bei Verwandten in der CH!
Zustimmen — 3 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 4 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten