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BP: Tanker testet Öl-Absaugung
Im Golf von Mexiko hat ein Supertanker mit zweitägigen Tests zum Absaugen des ausgelaufenen Öls begonnen. Die Arbeiten nördlich des Lecks werden von der US-Küstenwache beobachtet. Nach dem Durchzug eines Wirbelsturms sollen die Arbeiten im Katastrophengebiet intensiviert werden.
- Live feed von der Unglücksstelle (engl.)
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Das Schiff kann nach Angaben von Besatzungsmitgliedern bis zu 500'000 Barrel (knapp 80 Millionen Liter) Öl-Wasser-Gemisch pro Tag von der Meeresoberfläche absaugen.
Hoffnung auf Vertrag
Wenn alles nach Plan verläuft, hofft die Besitzerin des Supertankers, TMT Shippping Offshore, einen Vertrag für Absaugarbeiten zu erhalten.
Nach dem Durchzug eines Hurrikans hat auch BP die Bemühungen zur Eindämmung der Ölpest wieder verstärkt. Am Freitag gelang es dem britischen Ölkonzern eigenen Angaben zufolge, 25'290 Barrel Öl abzusaugen oder zu verbrennen.
Konzernspitze sitzt auf heissen Kohlen
BP-Investoren erwarten einem Bericht der «Financial Times» zufolge eine Ablösung der Konzernspitze, sobald das schadhafte Bohrloch gestopft ist. «Wenn das hier vorbei ist, wird es eine umfassende Untersuchung geben, und wir erwarten irgendeine Massnahme zum Austausch des Führungsteams», zitierte die Zeitung einen britischen Grossaktionär BPs. Andernfalls droht der Konzern dem Bericht zufolge zum Übernahmeziel zu werden.
Wenn der Ölriese nicht in ruhigeres Fahrwasser gebracht werde, könne BP ins Visier von Rivalen wie Exxon Mobil, Royal Dutch Shell oder PetroChina geraten, zitierte die «FT» eine Person, die an der Erarbeitung der BP-Strategie beteiligt ist.
Seit der Explosion der Plattform «Deepwater Horizon» am 20. April hat BP rund 100 Milliarden Dollar an Marktwert verloren. An den Börsen hatte es daher vor kurzem bereits Übernahmespekulationen gegeben.
Unterdessen will ein von US-Präsident Barack Obama eingesetzter Untersuchungsausschuss zur Ölkatastrophe Mitte Juli erstmals öffentlich tagen.
Bei dem zweitägigen Treffen in New Orleans am 12. und 13. Juli werde die Kommission von der Ölpest Betroffene anhören, teilten führende Mitglieder des siebenköpfigen Ausschusses mit.
Zudem werde man den Rat von Experten zu regulatorischen, technischen, rechtlichen und wissenschaftlichen Themen sowie Fragen des Risikomanagements suchen, um sicherzustellen, dass jegliche Tiefseebohrungen sicher seien.
(agenturen/halp)
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