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Halbherzig gegen Hooligans: Basel setzt auf Leichtbier

Mittwoch, 30. Juni 2010, 15:02 Uhr

Zur Zeit dominieren in Sachen Fussball Bilder von friedlichen Fans aus aller Welt in Südafrika. In zwei Wochen beginnt die neue Saison der Super League mit dem Knüller FCB gegen FCZ. Basel stellt nun neue Massnahmen im Kampf gegen Gewalt in und um die Stadien vor. Unter anderem soll es im St. Jakob-Park nur noch Leichtbier geben.

Bild Vermummte Gestalten brennen Fackeln ab.
Feuerwerkskörper sind in den Stadien seit Jahren verboten, dominieren aber noch immer das Bild. reuters / archiv

Der Basler Regierungsrat Hanspeter Gass bezeichnete gegenüber der «Tagesschau» die Leichtbier-Variante als «eine taugliche Variante». Man wolle einerseits nicht alle Besucher bestrafen, indem es gar kein Bier mehr gebe.

Keine Schnellrichter

Ein generelles Alkoholverbot könne jedoch bei Hochrisikospielen angeordnet werden. Die Leichtbier-Variante sei auf Basis einer nationalen Einigung zustande gekommen, so Gass weiter.

Hanspeter Gass zur Leichtbier-Variante

Dazu soll die bisher erfolgte Kooperation zwischen dem FC Basel und dem Kanton Basel-Stadt weitergeführt werden. Darin enthalten ist unter anderem das Verbot für Feuerwerkskörper.

Höchste Priorität habe zudem das Identifizieren und Sanktionieren von Personen, die gegen die Stadionordnung verstossen. Auf die Einführung eines Schnellrichters, wie in beispielsweise in St. Gallen, will man in Basel verzichten.

Kanton zahlt noch mehr

Strittig ist in der Diskussion über Gewalt rund um Fussball oft auch die Kostenfrage. Der FC Basel wird sich ab der kommenden Saison mit pauschal 1.80 Franken pro Match-Besucher an den Sicherheitskosten des Kantons beteiligen.

Das sind 60 Rappen mehr als bisher. Basel-Stadt stockt derweil sein Budget für ungedeckte Kosten um eine halbe Million Franken auf. Neu stellt auch Basel-Land Polizeileistungen für 450‘000 Franken zur Verfügung.

FCB-Vizepräsident Heusler zur Verantwortung

Bernhard Heusler, Vizepräsident des FC Basel, sieht die Massnahmen als Verantwortungsübernahme des Clubs. Er betont zwar, die gewalttätigen Match-Besucher hätten eigentlich nichts mit dem Verein zu tun. Als Veranstalter trage er aber dennoch ein gewisses Mass an Verantwortung, so Heusler.

(sda/fref)

Kommentare aktiv...

X. Perte, Höngg
(Taylor Mann)
Verfasst am: 30.6.2010 19:57

Ein Tropfen (Leichtbier) auf den heissen Stein!

Dies Massnahme wird nicht viel nützeen: 1. Die... mehr

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M. Classen, Schwiiz
(krusi_83 Mann)
Verfasst am: 30.6.2010 15:21

Objektivität

Was soll dieser Titel? Kein anderer Verein in der... mehr

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