Kultur
Werk von Edward Hopper in Lausanne ausgestellt
Sie gelten als Ikonen amerikanischer Lebensweise, die berühmtesten Bilder des amerikanischen Malers Edward Hopper (1882-1967). Die Fondation de l'Hermitage in Lausanne stellt nun über 160 seiner Werke bis zum 17. Oktober 2010 aus.
Zur Freude regen Hoppers Bilder nicht an, ganz im Gegenteil. Sie zeigen kalte, triste, zumeist städtische Szenerien mit Menschen, die in sich gekehrt, einsam oder beziehungslos ihr Leben fristen. Der Maler beleuchtet öffentliche wie private Räume: einen Coffee Shop etwa, eine Tankstelle, ein Hotelzimmer, ein Büro bei Nacht oder einen Automatenrestaurant.
Der «Aussenseiter-Clown»
Die Ausstellung wirft einen zentralen Blick auf Edward Hoppers Pariser Zeit (1906-1910). Fasziniert von der Lichtkunst der Impressionisten stellte Hopper damals seine Staffelei immer wieder auch im Freien auf. Dabei sind etliche leuchtende Ansichten der Seine entstanden. Sein berühmtes Gemälde «Soir bleu» (1914) malte er danach in Amerika. An einem der Tische sitzt ein Clown. Er, so ist zu vermuten, verkörpert den Künstler: einen Aussenseiter voller Melancholie.
Ab 1920 malte Hopper, der kunstgeschichtlich dem amerikanischen Realismus zuzurechnen ist, städtische und ländliche Szenerien. Sein hervorragendes Werk beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel in Amerika bis in die 1960er Jahre ebenso wie das Innenleben der Menschen, denen der Wandel Wohlstand, aber offensichtlich auch Depression beschert hat.
Die Ausstellung in Lausanne kam dank zahlreicher Leihgaben des Whitney Museum of American Art New York zu Stande.
(sda/muek)
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