International
Ölpest: US-Regierung kämpft um Bohrverbot
Das US-Justizministerium hat einen Eil-Antrag abgegeben, welcher das sechsmonatige Verbot von Tiefsee-Bohrungen retten soll. Ein Richter in Louisiana hatte zuvor auf Antrag der Ölindustrie das von der Regierung verhängte Verbot gekippt. Derweil macht sich auch der britische Premier David Cameron Sorgen um BP. Er verlangte vom Ölkonzern Klarheit über die Kosten der Katastrophe im Golf von Mexiko.
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Das US-Justizministerium warnte, «eine zweite Tiefwasser-Ölkatastrophe könnte die derzeitigen Anstrengungen begraben und dramatisch den Aufschwung gefährden». Das US-Bezirksgericht habe einen Rechtsfehler begangen und seine Schweigepflicht verletzt, als es die einstweilige Verfügung veröffentlichte.
Cameron bekennt erstmals Farbe
US-Präsident Barack Obama hatte das Moratorium Ende Mai verhängt, was zur Schliessung von 33 Bohrinseln führte.
Erstmals äusserte sich auch David Cameron deutlich zu der von BP verursachten Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. Er denke, dass es im Interesse Grossbritanniens und der USA sei, wenn BP ein starker und stabiler Konzern bleibe.
Neues Rekord-Tief für BP-Aktie
Die Aktien des Ölkonzerns BP fielen am Freitag in London um 6,35 Prozent auf ein 14-Jahres-Tief. Seit dem Untergang der Ölplattform «Deepwater Horizon» sank der Wert der BP-Papiere um 55 Prozent.
Das Unternehmen hat seit dem Beginn der Katastrophe vor mehr als 60 Tagen rund 100 Milliarden Dollar an Marktwert eingebüsst.
Der Premier betonte am Rande des G8-Gipfels, dass «es etwas Klarheit , etwas Endgültigkeit für all das gibt, damit wir nicht zur gleichen Zeit die Zerstörung eines Unternehmens erleben, das für alle unsere Interessen wichtig ist»,
Angst vor ersten Tropenstürmen
Dank eines zusätzlichen Auffangschiffes erhofft sich der Ölmulti BP, fast doppelt so viel Öl absaugen zu können wie bisher. Ende Monat sollen drei Schiffe eine gesamte Kapazität von 53'000 Barrel pro Tag auffangen.
Das Öl wird über eine am Bohrloch in einer Tiefe von 1,6 Kilometern installierten Kappe in ihren Bauch gepumpt. Experten der US-Regierung schätzen, dass täglich zwischen 35.000 und 60.000 Barrel ausströmen.
(agenturen/fref/from)
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P. Beutler
Verfasst am: 27.6.2010 11:05
Unglaublich, aber wahr
Ein Richter, der Aktien bei Ölfirmen besitzt,... mehr
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I. Ndlovu, Mbombela
)
(Ndlovu
Verfasst am: 26.6.2010 18:33
Wenn ich das Foto betrachte
.. Bikini-Haut vor oelverschmiertem Strand.. da... mehr
Zustimmen — 12 Leser sind auch dieser Meinung.
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H. Bernoulli, Zürich
)
(hbernoulli
Verfasst am: 26.6.2010 15:55
"...die Zerstörung eines Unternehmens erleben,
das für alle unsere Interessen wichtig ist"... mehr
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