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Massive Kritik nach chaotischem Schlamm-Festival

Dienstag, 22. Juni 2010, 20:57 Uhr

Das 1. Sonisphere Festival vom vergangenen Freitag in Jonschwil (SG) wäre beinahe in einer Katastrophe geendet: Die heftigen Niederschläge zwangen die Gemeinde zu Notmassnahmen. Hunderte von Metal-Fans reisten wegen des Schlamm-Chaos frühzeitig heim und üben nun scharfe Kritik.

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Festival-Besucher tun ihren Unmut kund

Am Freitagmorgen, noch vor dem eigentlichen Festivalbeginn, stand das Gelände vor der Hauptbühne unter Wasser und Schlamm. «Es bestand grosse Gefahr für die Fans in den ersten Reihen», sagte der Jonschwiler Gemeindepräsident Stefan Frei.

«Man hat mit der Sicherheit und der Gesundheit der Menschen gespielt. »
Mauro Marchione, Festival-Besucher

Vor zehn Jahren seien zehn Personen bei einem Festival in Deutschland im Schlamm ertrunken. Wie Frei gegenüber «Schweiz aktuell» mitteilte, hatte das Festival 15 Hospitalisierungen zu verzeichnen - bei den meisten davon war jedoch der Alkohol ausschlaggebend. Zudem wurden 150 Behandlungen vor Ort verzeichnet. Bei vielen der Fälle handelte es sich um von Ratten zugefügte Verletzungen.

Einer der Festivalteilnehmer, der so tief im Schlamm eingesunken war, dass er sich eine Bänderzerrung zuzog, findet scharfe Worte: «Man hat mit der Sicherheit und der Gesundheit der Menschen gespielt. Es grenzt an ein Wunder, dass nichts Schlimmeres passiert ist», sagte Mauro Marchione gegenüber «Schweiz aktuell».

Autos versanken im Dreck

Während des Festivals tagte alle drei Stunden ein Krisenstab. Dieser entschied mehrere Lastwagenladungen Wasser und Schlamm absaugen zu lassen.

Bereits im Eingangsbereich erwarteten die Besucher Schlammseen. Es seien zu wenig Bodenplatten gelegt worden, räumte Frei ein. Auch der Verkehr rund um Jonschwil kollabierte. Hunderte von Autos und Campern mussten von den Bauern mit Traktoren aus dem Dreck gezogen werden.

Gemäss dem Zürcher Konzertveranstalter Free & Virgin, Veranstalter des Sonisphere Festival in Jonschwil, kamen 47'000 Besucher ans das Thrash Metal Festival. Viele Fans reisten aber gar nicht erst an oder traten durchnässt und durchgefroren vorzeitig die Heimreise an. Was bleibt, ist massive Kritik an mangelhafter Infrastruktur und unhaltbaren Zuständen auf dem Gelände.

Aufräumarbeiten ziehen sich hin

Der schlammige Boden verzögert laut Frei auch die Aufräumarbeiten. Am Samstag und Sonntag sei von den Helfern bereits tonnenweise Abfall gesammelt worden. «Viele Festivalbesucher verloren ihre Schuhe im Schlamm», sagte der Jonschwiler Gemeindepräsident.

(sda/sprm/bers)

Kommentare aktiv...

R. B., Jona
(rb Frau)
Verfasst am: 24.6.2010 12:45

Das ist allerdings "speziell"

"Bei vielen der Fälle handelte es sich um... mehr

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P. Jegerlehner, Ostermundigen
(bantiger Mann)
Verfasst am: 23.6.2010 18:13

Nur keine Panik,

die Teilnahmen an diesen Openairs sind... mehr

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S. Gähler, Zürich
(RalpH_himself Mann)
Verfasst am: 23.6.2010 15:11

Es geht auch besser!

Von der Webseite des ebenfalls komplett... mehr

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