International
Mexiko: Blutigste Woche seit Jahren
Zwei Wochen vor Regional- und Kommunalwahlen in Mexiko ist im Süden des Landes ein weiterer Bürgermeister erschossen worden. Der Bürgermeister der Gemeinde San José del Progreso, Óscar Venancio MartÃnez Rivera, und ein Mitglied des Gemeinderates wurden in einem Hinterhalt getötet. Insgesamt hat das Land die gewalttätigste Woche seit Beginn des «Drogenkrieges» erlebt.
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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden die beiden getöteten Politiker im Bundesstaat Oaxaca von politischen Gegnern umgebracht. Weitere drei Menschen seien beim Überfall am Samstag verletzt worden. Zehn Verdächtige seien festgenommen worden.
300 Morde in sieben Tagen
Ebenfalls am Samstag war der Bürgermeister der Gemeinde Guadalupe im Norden des Landes von Unbekannten erschossen worden. In zwei Wochen stehen in 14 der 32 mexikanischen Bundesstaaten Regional- und Kommunalwahlen an.
Das Land hat mit 300 Morden in nur sieben Tagen die gewalttätigste Woche seit Beginn des «Drogenkrieges» vor dreieinhalb Jahren erlebt. Zwischen dem 12. und dem 18. Juni seien 283 Männer und 17 Frauen meist im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität umgebracht worden, berichtete die Zeitung «Reforma».
Über 5200 Mordopfer seit Jahresbeginn
Unter den Opfern seien auch 29 Polizisten und zwei Soldaten. 23 Opfer hätten Folterspuren aufgewiesen, eines sei enthauptet worden. Seit Jahresbeginn wurden damit 5229 Mordopfer registriert, schrieb die Zeitung weiter. Im gesamten Vorjahr waren es nach Regierungsangaben 9653.
Die Kämpfe zwischen verschiedenen Drogenkartellen, bei denen es vor allem um die Kontrolle des Rauschgiftschmuggels in die USA geht, werden extrem brutal ausgefochten. In der Stadt Madero legten die Täter am Freitag vor einer Woche 20 Leichen ab, deren Hände gefesselt waren und von denen einige Folterspuren aufwiesen.
«Es ist nicht nur der Kampf des Präsidenten, sondern aller Mexikaner», sagte der Staatschef. Seit er im Dezember 2006 der Polizei und dem Militär befahl, die organisierte Kriminalität mit aller Härte zu bekämpfen, starben nach offiziellen Angaben 22'700 Menschen. Diese Zahl ist schon wieder überholt: sie stammt vom April.
(agenturen/halp)
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A. Guant, Sunybeach
)
(Guant
Verfasst am: 22.6.2010 0:39
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