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Kälte und Schnee statt Sommer und Sonne

Sonntag, 20. Juni 2010, 12:15 Uhr

In den Bergen ist der Winter zurück: Mit der Schafskälte sank die Schneefallgrenze bis gegen 1500 Meter und über 2700 Metern fielen bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. Viele Alpenpässe sind schneebedeckt. Doch Geduld - der Sommer meldet sich bald wieder.

Bild Mann montiert Schneekette.
Diverse Schweizer Pässe können nur mit Schneeketten überquert werden. colourbox, Symbolbild

Hinter der Kaltfront von gestern Nachmittag sank in der Nacht die Schneefallgrenze kontinuierlich ab und es schneite bis gegen 1500 Meter. In vielen Regionen wurde es weiss. Schnee gab es insbesondere in den zentralen und östlichen Alpen und Voralpen, wie «SF Meteo» berichtet.

Oberhalb von rund 2500 Metern fielen in Graubünden, in den Glarner Alpen aber auch im Wallis rund 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee. Auf 2000 Metern Höhe wurden rund 5 bis 15 Zentimeter Schnee gemessen. Ansonsten gab es nur einen weissen Flaum.

Mit der Bise ziehen die Wolken in den Westen

Auf vielen Schweizer Alpenpässen herrschen zurzeit winterliche Strassenverhältnisse. Schneebedeckt sind der Susten, Flüela, Gotthard, Bernina, Ofenpass, Umbrail, Julier, Forcola di Livigno und der Grimsel. Auf dem Bernina und dem Forcola di Livigno herrscht Schneekettenpflicht.

Sommer im Juni - ein Hirngespinst

Für alle, die den Sommer kaum erwarten können: Der Juni ist in der Schweiz kein eigentlicher Sommermonat. Eine Analyse der letzten 30 Jahre von «SF Meteo» zeigt, dass die Temperatur zur Zeit der Schafskälte im Mittel bei 13,7 Grad liegt. Die aktuellen 13 Grad liegen also genau im Schnitt.

Ohne Schafskälte ist es im Juni im Schnitt 15 bis 16 Grad warm, die Tagestemperaturen steigen bis durchschnittlich 21 Grad. «Im Sommer regnet es in der Schweiz am meisten», sagt Christine Jutz von «SF Meteo». Die Leute erinnerten sich nur oft nicht daran. Zudem komme es auch darauf an, auf welche Tage die Sonnenstunden fallen: «Ist es vor allem am Wochenende schön, erinnern wir uns an einen generell angenehmen Monat

Zudem gab es im Juni 2010 bereits Tropennächte mit Temperaturen von über 20 Grad und das Thermometer stieg tagsüber auf über 32 Grad - gemäss Christine Jutz «ungewöhnlich für den Juni». Da halt der Mai schon eher trüb und nass war, kommt einem der Regen trotzdem langsam spanisch vor.

Tagsüber fällt vor allem in den östlichen und zentralen Alpen und Voralpen noch etwas Schnee. Mit einer Bisenströmung zieht die feucht-kalte Luft vermehrt Richtung Westen und auch dort gibt es noch ein paar Schneeflocken bis gegen 1600 Meter.

Der Sommer kommt zurück

Zu Beginn der neuen Woche wird das Wetter wieder freundlicher und wärmer. Rechtzeitig zur Sommersonnenwende liegen die Temperaturen im Norden wieder bei rund 16 Grad und die Sonne zeigt sich zumindest zeitweise.

Ab Donnerstag steigen die Temperaturen mit 23 Grad schon fast wieder auf sommerliches Niveau. Und noch weiter in der Zukunft zeigt sich Sommer satt: Erste Tendenzen lassen auf ein sonniges und heisses Wochenende mit 27 bis 30 Grad hoffen.

(sf/gern)

Kommentare aktiv...

D. Amstalden, Amriswil
(D.Amstalden Frau)
Verfasst am: 20.6.2010 21:38

*klugscheiss*

Eine Klimaerwärmung bezieht sich vor allem auf... mehr

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M. Bracher, Bern
(Unternehmer Mann)
Verfasst am: 20.6.2010 20:48

Klimaerwärmung

Wie war das nochmal mit der Klimaerwärmung?... mehr

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