Schweiz
Hamdani verteidigt Vorgehen von Merz in Libyen-Affäre
Nach Max Göldis Rückkehr hat sich Rachid Hamdani über die Geiselhaft in Libyen geäussert. «Die Angst wurde unser Begleiter», sagt der schweizerisch-tunesische Doppelbürger im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» und dem «Bund».
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Sicher fühlten sich Hamdani und sein Leidensgenosse Max Göldi nur in der Schweizer Botschaft in Tripolis. «Unsere Position war immer: Wir verlassen die Botschaft nur tot oder mit freiem Geleit», erinnert sich Hamdani. Die Schweizer Behörden hätten sie unterstützt. «Ihr könnt so lange in der Botschaft bleiben wie ihr wollt», habe es stets geheissen.
Botschaft umstellt
Dann kam alles anders: Rachid Hamdani durfte Libyen verlassen - Max Göldi hingegen wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Situation sei äusserst heikel gewesen: «Libyen stellte ein Ultimatum. Bewaffnete Polizisten umkreisten die Botschaft in einem Abstand von vielleicht zwei Metern», erzählt die ehemalige Geisel.
«Es war unser schwierigster Moment überhaupt. Schliesslich entschieden wir uns, das Ganze nicht explodieren zu lassen», sagt der 70-Jährige. So habe Max Göldi beschlossen, sich abführen zu lassen.
Mit der Rückkehr in die Schweiz war für Rachid Hamdani die Geschichte nicht zu Ende: «Solange Max nicht freigekommen war, konnte ich nicht loslassen.» Nun versuche er zu vergessen, was passiert sei. Sein Rezept sei das Reisen, verrät der Rentner.
Kritik an Merz nicht berechtigt
Die Debatten in der Schweiz über seine Geiselhaft bekommt Hamdani aber mit. Er hat einen eigenen Standpunkt: «Die Kritik in der Schweiz an Merz finde ich ungerecht», sagt Hamdani. «In dieser Affäre versuchte jeder sein Bestes, um unsere Situation zu verbessern.» Bei den ersten Anläufen habe es halt nicht geklappt. Aber die vielen Versuche hätten schliesslich zum Erfolg geführt.
(sda/hesa)
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B. Froehlich, Petra / Lesbos
)
(B.Froehlich
Verfasst am: 18.6.2010 19:34
Das Beste versucht ?
Merz ging ein hohes persoenliches Risiko ein und... mehr
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