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Gotthard-Sanierung: «Arena» diskutiert über zweite Röhre

Freitag, 18. Juni 2010, 21:25 Uhr

Der Gotthard-Tunnel muss voraussichtlich im Jahr 2020 saniert werden. Dazu würde der längste Strassentunnel Europas während drei Jahren für den Verkehr gesperrt werden. Die «Arena» debattiert über mögliche Alternativen – und stellt dabei die zweite Röhre in den Vordergrund.

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Lombardi: Der Tunnel enspricht den europäischen Normen nicht.

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«Eine Sperrung des Gotthard-Tunnels während drei Jahren wäre eine Katastrophe für das Tessin», sagt CVP-Ständerat Filippo Lombardi. Man habe schon vor neun Jahren nach einem Unfall Erfahrungen mit einem geschlossenen Tunnel gemacht – der Tessiner Volkswirtschaft seien innert zwei Monaten 30 Millionen Franken verloren gegangen.

«Es ist keine Zwängerei, wenn man die Frage nach der zweiten Röhre jetzt wieder stellt», so Lombardi. Man könne die Röhre nach der Sanierung wieder für den Verkehr schliessen und sie als Ausweichmöglichkeit nutzen.

Lombardi: Die zweite Röhre soll nur vorübergehend geöffnet sein.

Idee: Gotthard für Lastwagen sperren

Diese Idee stösst bei Jacqueline Fehr, SP-Nationalrätin aus dem Kanton Zürich, sauer auf. «Dann wird gefordert, die zweite Röhre über Pfingsten, dann über Ostern und bald ständig zu öffnen.»

Die Neat als Ausweichmöglichkeit ist für SVP-Nationalrat und Transportunternehmer Ulrich Giezendanner keine Lösung. «Wir brauchen die Neat dringend. Aber diese wird mit dem Güterverkehr völlig überlastet sein. Man braucht den Strassentunnel also weiterhin für den Güterverkehr.» Deshalb brauche es die zweite Röhre.

Die Arena-Teilnehmer schlagen jedoch auch Alternativen vor: Der Tunnel sei vor 30 Jahren sowieso für den Personenverkehr geplant worden, sagt etwa Alf Arnold, Geschäftsleiter der Alpeninitiative und Mitglied der Grünen im Kanton Uri. Jetzt werde dieser vor allem für den Schwerverkehr gebraucht.

Arnold: Ein Tunnel nur für Autos bräuchte weniger Sanierungsmassnahmen.

«Wenn man den Tunnel für die Lastwagen sanieren will, braucht es diese lange Bauzeit», so Arnold. Wenn man jedoch wieder nur den Personenverkehr durch den Gotthard fahren lassen würde, bräuchte es diverse Sanierungsmassnahmen nicht.

Ähnlich sieht dies auch Jacqueline Fehr: «Das Tessin darf nicht unter der Sanierung leiden. Doch es gibt im Jahr 2020 die Neat – dadurch verringert sich die Fahrzeit von Zürich nach Lugano auf unter zwei Stunden. Zudem gibt es noch den alten Tunnel und die Passstrasse.»

Der Tunnel könne die nächsten zehn Jahre bis zur Sanierung sorgenfrei befahren werden, macht Rudolf Dieterle, Direktor der Astra, geltend. Eine Alternative zur kompletten Sperrung wäre, den Tunnel zumindest während der Sommermonate freizugeben, wo besonders viel Verkehr durch den Gotthard fährt. Dies würde die Bauzeit jedoch um bis zu zwei Jahre verlängern.

Dass die Sanierung grundsätzlich notwendig ist, weiss auch Filippo Lombardi: «Der Gotthard entspricht den europäischen Sicherheitsnormen keineswegs. Wir warten auf den Tag, an dem auch Europa fordert, dass diese Normen eingehalten werden.»

(sf/gern)

Kommentare aktiv...

U. Rothenbuehler, Bern
(Arcus5 Mann)
Verfasst am: 20.6.2010 14:58

Streick der Fuhrhalter?

Vielleicht wäre es doch gut, dass alle... mehr

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A. Gafner, Kallnach
(Albert-Friedrich Mann)
Verfasst am: 20.6.2010 14:56

Staus am Gotthard

Es ist eine Schande für die Schweiz, dass am... mehr

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M. martin, kirchberg
(wimperli1 Mann)
Verfasst am: 20.6.2010 10:54

Es nützt nichts...

Das ganze komische Geschwätz hängt mir zum... mehr

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