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Wulff oder Gauck – beide sind Freunde der Schweiz

Franziska Ramser, Stefan Reinhart
Donnerstag, 17. Juni 2010, 13:02 Uhr, Aktualisiert 15:45 Uhr

Ob wie erwartet Christian Wulff zum neuen deutschen Bundespräsidenten gewählt wird, oder ob Joachim Gauck die grosse Sensation gelingt – eines steht bereits fest: Das neue deutsche Staatsoberhaupt ist der Schweiz sehr zugeneigt.

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Die Schweiz musste sich in den letzten Monaten viel Kritik aus Deutschland gefallen lassen. Eine besonders gehässige Debatte entbrannte über das Bankgeheimnis.

Der Wahl des neuen Bundespräsidenten kann die Schweiz aber gelassen entgegen sehen. Dies zeigen die Aussagen der Kandidaten gegenüber dem Schweizer Fernsehen in Berlin.

Vorbild Schweiz

Christian Wulff, Kandidat von Union und FDP, sagt: «Ich bin ein engagierter Anhänger von sehr guter Nachbarschaft zu allen unseren Nachbarn.»

Die Schweiz sei in vielerlei Hinsicht eines der vorbildlichsten Länder der Welt. «Die Schweiz und Deutschland können viel voneinander lernen und sollten sich auf Augenhöhe begegnen», sagt er weiter.

Macht sich für eine gute Nachbarschaft stark: Präsidentschaftskandidat Christian Wulff.

«Hohe politische Verantwortung»

Auch Joachim Gauck, Kandidat von der SPD und den Grünen, lobt die Schweiz: «Die Demokratiegeschichte der Schweiz, der unbändige Wille zur Freiheit ist etwas, was sich in meinem Gemüt sehr stark verhakt hat.»

Für ihn zeichnet sich das Schweizer Demokratie-Modell durch eine «Verbundenheit mit dem Gemeinwesen» aus. Die Schweiz habe «über Generationen hinweg politische Verantwortung gelebt. Das erzeugt in mir diesen hohen Respekt vor unserem Nachbarland.»

Hat «hohen Respekt» vor der Schweiz: Joachim Gauck.

Bald Staatsbesuch in der Schweiz?

Gut möglich, dass der neue deutsche Bundespräsident schon bald in der Schweiz empfangen werden kann. Vorgänger Horst Köhler hatte für September einen Staatsbesuch geplant, wie Evelyn Kobelt, Sprecherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD) bestätigt.

Ob der Neue diesen Termin vom Vorgänger übernehmen werde, sei noch unklar, heisst es im Bundespräsidialamt in Berlin. Eine solche Situation – der Rücktritt des Staatsoberhaupts mit sofortiger Wirkung – habe es bisher noch gar nie gegeben.

«Vielleicht muss der neue Bundespräsident andere Prioritäten setzen», sagt Kobelt vom EVD. Man werde aber nach der Wahl an den geplanten Besuch erinnern und eine neue Anfrage deponieren.

Präsidentenswahl wird zu Nagelprobe für Merkel

Am 30. Juni wählt das deutsche Parlament einen neuen Bundespräsidenten. Dies nachdem das amtierende Staatsoberhaupt Horst Köhler vor zwei Wochen zurückgetreten war – ein weiterer Eklat für die krisengeschüttelte Regierung Angela Merkels.

Nun wird die Präsidentschaftswahl zur Schicksalsfrage für die Kanzlerin. Merkel hat den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff als Kandidaten nominiert.

Mit der Nomination von Joachim Gauck als Gegenkandidat ist den Sozialdemokraten und Grünen allerdings ein veritabler Coup gelungen. Dem Pastor und Bürgergerrechtler fliegen die Herzen nur so zu – auch viele aus dem Lager von Union und FDP.

Würde Gauck statt Wulff zum neuen Staatsoberhaupt gewählt, wäre dies eine grosse Sensation – und ein Affront gegenüber der Kanzlerin. Glaubt man den deutschen Kommentatoren, wäre eine solche Niederlage das Ende von Merkels Regierung.

Kommentare aktiv...

I. Ndlovu, Mbombela
(Ndlovu Mann)
Verfasst am: 18.6.2010 10:27

Einen Freund erkennt man...

..fruehestens, wenn er dringend gebraucht wird...... mehr

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W. Busch, Europa
(busch_eu Mann)
Verfasst am: 18.6.2010 8:14

was nützt denn der Schweiz

ein Freund, der so garnichts zu sagen hat? Dies... mehr

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B. Froehlich, Petra / Lesbos
(B.Froehlich Mann)
Verfasst am: 18.6.2010 2:51

Wer Gutes ueber die Schweiz

spricht, deren Demokratie lobt, der ist aber... mehr

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