Schweiz
Positive Reaktionen aus den USA
Nach Ansicht von amerikanischen Beobachtern des Steuerstreites zwischen der Schweiz und den USA ist die Angelegenheit mit der Absegnung des Staatsvertrages durch das Schweizer Parlament weitgehend erledigt.
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Passiere nichts Unvorhergesehenes, werde dies den Steuerstreit, der durch die John-Doe-Klage ausgelöst wurde, vollends lösen, sagte Anwalt Scott Michel von der Kanzlei Caplin & Drysdale in Washington, die zahlreiche betroffene UBS-Kunden in den USA betreut.
«Ich glaube, dass die Informationen über Fälle, die in der Schweiz bereits durch den Prozess des Amtshilfeverfahrens gegangen sind, nun schnell ausgehändigt werden», erklärte Michel weiter. Er erwartet, dass bis zum Ablauf der im Vertrag festgehaltenen Frist Ende August auch die noch zu überprüfenden Fälle erledigt und die Namen der US-Steuersünder den US-Behörden übermittelt werden.
Geschehe dies, könne der Fall als erledigt betrachtet werden. Probleme gäbe es nach Ansicht des Anwaltes allenfalls dann, wenn die Zahl der ausgehändigten Kontendaten weit unter den geforderten 4450 liege.
Medienecho positiv
Auch US-Medien begrüssen den Entscheid des Parlamentes. So schreibt die Tageszeitung «Wall Street Journal», das Ende der bitteren Steuerschlacht sei von höchster Bedeutung, um das Image der Grossbank zu reparieren. In der «New York Times» bezeichnet der Professor und Finanzexperte Stewart Hamilton den Vertrag als vielmehr politische als praktische Geste.
Die Steuerbehörde IRS habe auch ohne Schweizer Zutun alle Macht, die sie braucht, um ihre Bürger zur Rechenschaft zu ziehen. Das amerikanische Justizdepartement und die IRS nahmen bislang nicht Stellung zu dem Entscheid.
(sda/schj)
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