Schweiz
Ein Reim auf Nationalrat Donzés Rücktritt
Nach zehn Jahren verabschiedet sich der 64-jährige EVP-Nationalrat Walter Donzé zum Beginn der Herbstsession aus dem Nationalrat. Am Montag erreichte der Brief des Berners die Nationalpräsidentin Pascale Bruderer. Für sein «Kündigungsschreiben» hat sich Donzé eine besondere Form ausgedacht.
Ein blumiger Rücktritt
«Ein Berner namens Donzé Walter erreicht nun bald besagtes Alter, Wo man mit etwas Wehmut und mit Witz an jemand anders überträgt den Sitz. Er sei, sagt man, kein Sesselhalter.
Zehn Jahre reichten, um zu merken, dass in der Politik mit kleinen Werken, Statt bloss mit salbungsvollen Worten Hand anzulegen ist an allen Orten. So sei die Demokratie zu stärken.
Auch wenn’s ihm länger tät gefallen, verlässt er aufrecht diese Hallen, In denen Emotionen sieden und man sich wieder findt in Frieden – Das sei, sagt Walter, das Verdienst von allen.
Nun macht er Platz, dass die Fraktion verjüngt durch feminine Aktion, Sich rüsten kann für künftge Taten und einbringt in gezielten Raten. Zum Wohle unserer Nation.
Bewegung hält bekanntlich schlank, so fand auch er bisher den Rank. Statt eitel nach Effekten haschen und heimlich an der Macht zu naschen, Empfiehlt er als Rezept den Dank.
Das sei auch besser als Gejammer und Drohung mit dem Vorschlaghammer. Zehn Jahre zogen hin im Flug, das sei für ihn jetzt auch genug. Sehn wir uns wieder – in der kleinen Kammer?»
Am 13. September 2010 übernimmt Marianne Streiff die Nachfolge von Donzé. Mit der ehemaligen Gemeinderätin von Köniz und amtierenden Fraktionspräsisdentin im Berner Grossrat, stehe eine Nachfolgerin bereit, die ein volles Mass an politischer Erfahrung mitbringe und während seinen zehn Jahren im Nationalrat immer auf dem ersten Ersatzplatz der Berner EVP-Liste gewesen sei, schreibt Donzé.
(sf/hues)






