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Getürmte Elefantendame Sabu mischt Zürich auf

Montag, 7. Juni 2010, 2:53 Uhr, Aktualisiert 19:04 Uhr

Eine ausgebüxte Elefantenkuh des Circus Knie hat am Sonntagabend die Zürcher Innenstadt in helle Aufregung versetzt. Nach mehreren Kilometern Irrlauf konnte das Tier schliesslich eingefangen werden. Dem glücklichen Ende war allerdings ein Grosseinsatz der Polizei vorausgegangen. Mittlerweile hat sich die Elefantenkuh vom Nervenflattern, verursacht durch ihr Abenteuer, wieder etwas erholt und befindet sich das Tier am aktuellen Spielort in Wettingen (AG).

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Sabu nach dem Ausflug - als könnte sie kein Wässerchen trüben.

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Etwas später als geplant kam sie in der Nacht auf Montag am neuen Gastspielort an. Weshalb Sabu ausgerissen ist, weiss niemand. Als könne sie kein Wässerchen trüben stand Sabu in Wettingen auf der Wiese und mampfte vom frischen Gras, das ein Bauer ihr spendiert hatte.

«Wir wollten die Elefanten direkt nach ihrem Auftritt im Zelt einladen», sagte Circus-Knie-Direktor Franco Knie vor den Medien. Die Tiere seien ganz ruhig gewesen, doch plötzlich sei das Gewitter losgegangen. «Da wurde Sabu nervös.» Den Grund für ihre Odysee kenne aber wohl nur Sabu selber.

Die Ställe waren nicht mehr da

Das Tier habe die Unaufmerksamkeit des Wärters genutzt und sei in Richtung der Ställe gegangen. Diese seien aber gar nicht mehr dort gestanden. «Da verlor die Elefantendame die Orientierung», sagte Knie. Sie sei darauf in Richtung See gelaufen und habe dort ein Bad genommen. Danach habe sie den Weg zurück zu den anderen gesucht.

Schnelles Lauftempo

«Nach dem Bad im See sah es so aus, als ob sie wieder zurück zum Transporter käme», sagte Zirkus-Sprecher Niklaus Leuenberger. Zusammen mit einem zweiten Elefanten hätte sie in den Spezialtransporter einsteigen sollen. Doch Sabu trickste die Wärter aus - inklusive ihre engsten Vertrauten Franco Knie und dessen Sohn Franco junior.

Irgendwie habe die Elefantendame einen Durchgang gefunden und sei zum Mytenquai gelaufen, so Leuenberger weiter. «Man kann einen Elefanten nicht einfach festhalten, wie etwa einen Hund.» Sabu hörte gemäss Leuenberger nicht mehr auf Befehle. Ausserdem sei das Tier zwischendurch sehr schnell gelaufen. Man sei kaum nachgekommen.

Getürmte Elefantendame Sabu mischt Zürich auf

Zirkus Knie entschuldigt sich

Die Odysee der Elefantendame begann um etwa 19 Uhr. Via Mythenquai, Bürkliplatz und Bahnhofstrasse tauchte Sabu gegen 20 Uhr auf dem Paradeplatz auf. Weiter ging es über die Sihlporte in Richtung Hauptbahnhof. Einmal in der Innenstadt, sei die Elefantendame «genau den gleichen Weg gegangen wie beim traditionellen Elefanten-Apéro», sagte Knie.

Der Circus Knie betonte, dass weder dem Elefanten noch einer Person etwas zugestossen sei. Er entschuldigt sich für die entstandenen Behinderungen.

Haben auch Sie über den Elefanten in Zürich gestaunt?

Waren Sie dabei, als die Elefantenkuh die Zürcher Innenstadt unsicher machte? Und haben Sie geistesgegenwärtig Ihr Handy gezückt? Schicken Sie uns doch Ihr Foto oder Ihren Film - die besten Bilder und Videos werden veröffentlicht.

Nur einen Tag bevor Sabu auf Streifzug durch Zürich ging, demonstrierte die Aktion «Zirkus ohne Tiere» mit einer Gummibootaktion gegen die Elefantenhaltung in Zirkussen. Rund 20 Bötchen mit teils als Elefanten maskierten Demonstranten schipperten von der roten Fabrik zur Zeltstadt des Circus' Knie. Am Abend gab es dann eine Party im El Local.

Kampf gegen artungerechte Haltung

«Vielleicht hat der Elefant davon gehört und wollte uns unterstützen», schmunzelt Vanja Palmers, der bei der Aktion dabei war, auf Anfrage von «tagesschau.sf.tv». Generell sei der Ernst der Lage aber nicht zu unterschätzen.

Bild Gummiböötli mit Ballons und Transparenten auf dem See.
Nur einen Tag vor Sabus Freigang demonstrierten Tieraktivisten auf dem Zürichsee gegen Tiere im Zirkus. pressedienst

«Es zeigt, wie unberechenbar und gefährlich diese Tiere sind», so Palmers. Es sei ein grosses Glück, dass nichts passiert sei. Doch nicht nur deswegen kämpft der Verein für einen tierfreien Zirkus - auch wegen der nicht artgerechten Haltung der Grosstiere in viel zu engen Käfigen.

(sda/halp/rufi/gern/bosy)

Kommentare aktiv...

B. Thaqi, Zürich
(B.DARKER Mann)
Verfasst am: 7.6.2010 20:41

Geile Siech

Ich war gestern Unterwegs beim Bellevue da sah... mehr

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S. wst
(krustowsky Mann)
Verfasst am: 7.6.2010 18:53

Da fällt mir spontan nur eins ein:

http://www.youtube.com/watch?v=eti21PVHXrg In dem... mehr

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S. Flückiger, Basel

Verfasst am: 7.6.2010 12:51

WM-Fieber

SF hat hellseherische Qualitäten! Im Spot für... mehr

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