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Stromversorgung kann laut Studie ohne neue AKW gesichert werden

Montag, 7. Juni 2010, 15:34 Uhr

Die Schweiz soll zur Sicherung ihres Strombedarfs auf Stromeffizienz und erneuerbare Energien setzen. Sie fährt damit besser als mit neuen Atomkraftwerken, wie eine Studie des Beratungsunternehmens Infras zeigt. Alternativen zur Kernenergie seien sicherer, umweltverträglicher und wirtschaftlicher.

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Die Studie haben die Stadt Bern, die Kantone Genf und Basel zusammen mit Umweltorganisationen in Auftrag gegeben (Tagesschau, 07.06.10)

Prognosen der Stromkonzerne erwarten für das Jahr 2035 in der Schweiz einen zusätzlichen Strombedarf von 30 Terawattstunden (TWh); eine Terawattstunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden. Etwa 19 TWh könnten der Studie zufolge mit Stromeffizienz und die übrigen 11 TWh durch erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Windkraft, Biomasse oder Geothermie gedeckt werden.

Bild Grossaufnahme von mehreren, hintereinander aufgereihten Solarzellen
Solarzellen sind eine der Alternativen zur Kernenergie. reuters

Dieses Alternativszenario bringt laut Studienautor Rolf Iten vom Beratungsbüro Infras eine höhere Wertschöpfung und schafft mehr Arbeitsplätze. Die Deckung des zusätzlichen Strombedarfs mit Investitionen in neue Atomkraftwerke sei dagegen unwirtschaftlich. Die Schweizer Volkswirtschaft würde damit Verluste machen.

WWF Schweiz sieht sich in seiner Haltung bestärkt

"Unser Szenario ist nicht nur eine Alternative, es ist die bessere Lösung", sagte WWF-CEO Hans-Peter Fricker. "Atomkraftwerke führen sowohl ökologisch wie ökonomisch in die Sackgasse."

Um dies zu vermeiden, braucht es neue Rahmenbedingungen. Der grüne Genfer Ständerat und Robert Cramer fordert mehr Gestaltungswillen auf nationaler Ebene. Als wichtigstes Instrument nennt die Studie eine staatsquotenneutrale Stromlenkungsabgabe, die an Bevölkerung und Wirtschaft zurückerstattet wird.

Der Kanton Basel-Stadt hat damit gute Erfahrungen gemacht. „Die Lenkungsabgabe ist bei uns etabliert“, sagte der Basler SP-Regierungsrat Christoph Brutschin. Basel liege seit deren Einführung im Jahr 1999 beim Stromverbrauch deutlich unter dem nationalen Trend, bei der Wirtschaftsentwicklung aber deutlich darüber.

Bild Grossaufnahme eines Mehrfach-Stromsteckers, mit fünf eingesteckten Kabeln
Der Stromverbrauch ist in Basel tiefer. colourbox

Für die Lenkungsabgabe will sich auch der WWF einsetzen. Ihm schwebt eine Verdoppelung der Strompreise bis 2018 vor, wie CEO Fricker sagte. Die heutigen Preise gehörten zu den tiefsten in Europa, "es liegt also noch etwas drin".

Infras plant und forscht für nachhaltige Entwicklung

Infras ist laut eigenen Angaben eine unabhängiges Forschungs- und Beratungsbüro seit 1976. Es ist spezialisiert auf die Planung und Forschung für eine nachhaltige Entwicklung. Auftraggeber sind private und öffentliche Unternehmen, Verwaltungen sowie Organisationen im In- und Ausland.

Die in Bern vorgestellte Infras-Studie zur Stromversorgung wurde von den Kantonen Basel-Stadt und Genf sowie Umweltorganisationen in Auftrag gegeben und von der Stadt Bern unterstützt.

(sda/coro)

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M. Urs, Bern

Verfasst am: 8.6.2010 12:21

Smart grids werden die Stromversorgung sichern

Die Zukunft der Stromversorgung wird... mehr

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J. Plaz, Zürich
(snowraver Mann)
Verfasst am: 7.6.2010 22:59

Ich werde im nächsten Winter

an einem bedeckten, windstillen kalten Tag, wenn... [1]  mehr

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J. Lorber, Zürich
(JeffLorber Mann)
Verfasst am: 7.6.2010 22:04

Dazu brauche ich keine Studie

Das sagt mir auch mein gesunder Menschenverstand... mehr

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