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Nächste Hürde für USA-Staatsvertrag ist der Nationalrat

Donnerstag, 3. Juni 2010, 15:51 Uhr, Aktualisiert 23:43 Uhr

Nun ist die grosse Kammer wieder an der Reihe: Nach dem Ja des Ständerats zum UBS-Amtshilfeabkommen mit den USA muss der Nationalrat am Montag darüber entscheiden. Dort ist die Zusicherung noch nicht ganz sicher. Bundesrätin Widmer-Schlumpf ist aber erst mal mit dem Ständerats-Ja zufrieden.

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Zustimmung des Ständerates

Es war kein Sieg auf der ganzen Linie für den Bundesrat. Der Planungsbeschluss, und damit ein Zeitplan für Massnahmen zu den variablen Vergütungen und gegen die «too big to fail»-Problematik, blieb auf der Strecke. Trotz dem Nein des Ständerats will der Bundesrat an dessen Ziele festhalten. Massnahmen seien dringend nötig, so Widmer-Schlumpf.

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf ist mit Entscheid zufrieden.

Prognosen zum noch etwas unsicheren Ausgang der Abstimmung im Nationalrat wollte Widmer-Schlumpf nicht machen. Das sei «immer etwas schwierig».

SP-Nein ist möglich

In der grossen Kammer wird am Montag darüber debattiert - und das Abkommen hat es dort schwerer: Bleibt die SP bei ihrer zurzeit eher ablehnenden Haltung, könnte es eng werden. Gegenüber «10vor10» signalisierte Parteichef Christian Levrat denn auch, dass man von den eigenen Bedingungen nicht abweichen wolle.

SP-Chef Christian Levrat zur Haltung seiner Partei im Nationalrat

Auch die SVP war lange gegen den Staatsvertrag. Ein Ja hat sie an Bedingungen geknüpft. Für SVP-Chef Toni Brunner ist die Zustimmung seiner Partei noch nicht sicher - der Ausgang der Nationalratsdebatte noch offen, wie er gegenüber «10vor10» sagte.

SVP-Chef Toni Brunner zur Haltung seiner Partei im Nationalrat

Chancen sind gestiegen

Allerdings: die Zeichen stehen tendenziell auf Zustimmung am Montag. Am vergangenen Mittwoch hatte nämlich die Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrates einer Ratifizierung des UBS-Amtshilfeabkommens zugestimmt. Die Kommission erfüllte zudem die zwei Bedingungen der SVP.

Einerseits wurden Anträge zum Planungsbeschluss von der WAK abgelehnt. Andererseits wurde eine Motion angenommen, mit der in Zukunft verhindert werden soll, dass der Bundesrat Abkommen wie den Staatsvertrag mit den USA ohne Zustimmung des Parlaments abschliessen kann.

Bankenregelung ja, aber wie?

Ebenfalls noch offen ist ein Entscheid, wie mit der Forderung nach einer Boni-Steuer verfahren werden soll. Hierbei prallen unterschiedliche vertragstaktische Ansprüche aufeinander. SF-Korrespondent Hanspeter Trütsch erachtet die jetzige Unschlüssigkeit in den Kammern für das Resultat eines nach wie vor anhaltenden «Power-Plays».

Einschätzungen zur Boni-Regelung von Hanspeter Trütsch

(sf/frua/bucf/from)

Kommentare aktiv...

E. Verena, Zürich

Verfasst am: 4.6.2010 11:56

Nationalrat

Ich hoffe fest auf die Vernunft des... mehr

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U. Rothenbuehler, Bern
(Arcus5 Mann)
Verfasst am: 4.6.2010 10:18

JA zum Vertrag heisst Freipass für Banken

Nun hoffe ich sehr, dass der Nationalrat diesen... mehr

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E. Hasler, Zürich
(anti-demagogie Frau)
Verfasst am: 4.6.2010 9:58

Kommt zur Einsicht in Bern!

Ich bin niemand, der pauschal gegen die Banken... mehr

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