International
US-Vize nimmt Israel nach Schiffs-Angriff in Schutz
Israel habe ein Recht, zu erfahren, ob auf den Schiffen Waffen geschmuggelt werden, sagte US-Vizepräsident Joe Biden in einem Interview. Schliesslich befände sich Israel im Krieg mit der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas. Bei dem Angriff vom Montag waren auf den Schiffen mit Hilfsgütern für den Gazastreifen neun Menschen getötet worden.
Joe Biden argumentierte, dass Jerusalem wissen dürfe, ob mit den Hilfsgütern auch Waffen oder andere unerlaubte Güter in den Gazastreifen geschmuggelt würden. Führende US-Regierungsbeamte erklärten der «New York Times», dass die Regierung von Präsident Barack Obama die Seeblockade des Gazastreifens als «unhaltbar» betrachte. Zudem dränge Washington auf eine neue Politik, mit der mehr Güter in den verarmten Gazastreifen gelangen könnten.
Israel hatte die Gaza-«Solidaritätsflotte» am Montag mit Gewalt daran gehindert, die Güter auf dem Seeweg in den Gazastreifen zu bringen. Die Aktivisten wollten mit der Aktion die jahrelange Blockade des Gazastreifens durchbrechen und ein politisches Signal setzen. Bei dem blutigen Zwischenfall wurden neun der Aktivisten getötet und Dutzende verletzt
(sf/gern)



