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Breite Parteien-Front für PUK in UBS-Affäre

Montag, 31. Mai 2010, 14:08 Uhr, Aktualisiert 16:00 Uhr

Die SP, der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) und die Grünen wollen die UBS-Affäre auch von einer PUK untersuchen lassen. Sie stellen Fragen nach dem Einfluss der UBS auf das Finanzdepartement. Auch die SVP fordert eine PUK. Sie will die Umstände der Herausgabe der UBS-Kundendaten abgeklärt haben. Die Fraktion von CVP-EVP-glp sieht die Hauptverantwortung des UBS-Debakels dagegen bei der Bank selber.

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Die GPK des Parlaments kritisieren den Bundesrat für seine Rolle in der UBS-Affäre und in der Finanzkrise. Auf die Forderung nach einer Parlamentarischen Untersuchungskommission verzichten sie aber. Was meinen Sie?

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Die Sozialdemokraten sehen im Bericht der Geschäftsprüfungskommissionen beider Räte zudem die Rolle der UBS in der Affäre nicht genügend ausgeleuchtet. Dies sei aber nötig, wolle man gegen deren früheren Verantwortlichen vorgehen, glaubt die SP.

Ursula Wyss, Präsidentin SP

UBS als «Grossrisiko»

Ähnlich argumentieren die Grünen. Eine Parlamentarische Untersuchungskommission müsse die «Abhängigkeiten der Bankenaufsichtsbehörden und des Bundesrates vom Finanzplatz und von den Grossbanken» untersuchen, verlangt die Partei.

Räte entscheiden in den nächsten Tagen

Die Eidgenössischen Räte entscheiden bereits in den kommenden Tagen, ob sie zur UBS-Affäre eine PUK einsetzen wollen. Das Büro des Ständerats äussert sich morgen Dienstag dazu.

Konkret muss sich das Ständeratsbüro zu einer ParlamentarischenInitiative des Nationalratsbüros äussern. Stimmt das Ständeratsbüro zu, können die Räte daran gehen, eine PUK einzusetzen.

Sagt das Ständeratsbüro Nein, müssen sich die Räte äussern. Im Nationalrat ist diese Debatte vorsorglich bereits für den Mittwoch in einer Woche traktandiert.

Die Debatten in beiden Räten werden nach Möglichkeit auf SF info und auf «tagesschau.sf.tv» live übertragen.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) nennt die Grossbanken in einer eigenen Stellungnahme ein «Grossrisiko für die Schweizer Wirtschaft» und so auch für die Arbeitnehmerschaft.

Die Behörden hätten dem vor der Krise nicht Rechnung getragen. Der GPK-Bericht reiche nicht; eine PUK sei nun nötig. Die Schweizer Behörden sind für den SGB nicht unabhängig von den Banken.

Neutrales Expertengremium für die UBS-Abläufe

Die CVP-EVP-glp-Fraktion fordert von der UBS, dass sie das Geschehene transparent aufarbeitet. Die Fraktion moniert explizit das «inakzeptable Fehlverhalten» der UBS, die deswegen die Hauptverantwortung für das «aussenpolitische Desaster» trage.

Brigitte Häberli, Nationalrätin CVP

Die UBS müsse ein neutrales Expertengremium einsetzen, welches das «bankinterne Vorgehen von Verwaltungsrat, Konzernleitung und Revisionsstelle» in der Affäre ausleuchten solle. Ebenfalls erhellen müsse dieses den Verzicht des Verwaltungsrates auf straf- und zivilrechtliche Schritte gegen das frühere UBS-Management.

Sie gestand dem Bericht der GPK ein, dass er in die richtige Richtung ziele. Ob auch noch eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) nötig und zweckmässig ist, wolle die Fraktion erst noch beraten.

SVP: «Unfähigkeit des Bundesrates schockierend»

Die SVP schreibt in einer Stellungnahme zu dem GPK-Bericht von «Versagen der zuständigen Departementsvorsteher». Die Partei ist zudem entsetzt über die «Unfähigkeit des Gesamtbundesrates zur Bewältigung der Krise».

Toni Brunner, Parteipräsident SVP

Der Bericht habe «rechtsstaatlich gravierende Vorgänge» festgehalten. Die Tragweite der Ereignisse rechtfertigt für die SVP «zwingend die Einsetzung einer PUK». So hätte sie gerne die Umstände abgeklärt, die zur Herausgabe der UBS-Kundendaten an die US-Behörden geführt haben. Auch das Zustandekommen des Staatsvertrages Schweiz/USA im August 2009 sei unter die Lupe zu nehmen.

FDP und BDP alleine gegen PUK

Ausdrücklich gegen eine PUK sind nur noch die FDP und die BDP. Die GPK hätte das Geschehene umfassend und minutiös aufgeklärt. Eine PUK sei deshalb nicht mehr nötig. Die PUK könne zudem die UBS nicht in die Pflicht nehmen, so FDP-Präsident Fulvio Pelli.

Fulvio Pelli, Parteipräsident FDP

(agenturen/fref/fasc)

Kommentare aktiv...

P. Stucki

Verfasst am: 31.5.2010 20:20

Auf diesem Bild sieht man, dass Herr Bundsratt

Merz sehr fröhlich ist.

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S. Segal, Zürich
(O.S. Frau)
Verfasst am: 31.5.2010 20:12

Ich glaubs nicht!

Also echt, sich nach einem 60mia Bailout über... mehr

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E. Verena, Zürich

Verfasst am: 31.5.2010 14:16

Affentheater

Hört den Bericht der GPK und hört genau zu, die... [2]  mehr

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