International
16 Tote bei Sturm in Guatemala
Durch den ersten Tropensturm der Saison sind in Guatemala mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Zu den Todesopfern des Sturms «Agatha» gehörten vier Kinder, teilte die Katastrophenschutzbehörde in Guatemala-Stadt mit. Ihr Haus in San José Pinula, 17 Kilometer östlich der Hauptstadt, sei bei einem Erdrutsch verschüttet worden. Elf weitere Menschen werden vermisst.
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Nicht die Windgeschwindigkeit, sondern die heftigen Niederschläge wurden den Menschen vor allem in der Hauptstadt Guatemala-Stadt zum Verhängnis. Die Wassermassen lösten Erdrutsche und Sturzfluten aus. In einem Grossteil der Stadt fiel der Strom aus.
Tausende betroffen
Nach den heftigsten Niederschlägen seit 1949 wurden 69'000 Menschen evakuiert - 4300 fanden in Notunterkünften Zuflucht, elf Menschen werden noch vermisst. Zwölf österreichische und US-Touristen wurden von Einsatzkräften gerettet. Die Touristen hatten wegen einer eingebrochenen Strasse in einem Ferienzentrum festgesessen.
«Wir halten es für möglich, dass der Sturm 'Agatha' mehr Schäden im Land als der Sturm 'Mitch' und der Hurrikan 'Stan' anrichten könnte», sagte ein Sprecher von Staatschef Alvaro Colom. «Mitch» und «Stan» hatten 1998 und 2005 gewütet.
Wichtige Strassen blockiert
Colom selbst teilte bei einer Medienkonferenz mit, dass durch Erdrutsche wichtige Strassen blockiert seien und Flüsse über ihre Ufer träten.
«Agatha» ist der erste Sturm der Tropensturmsaison, die in der nördlichen Hemisphäre vom 1. Juni bis zum 30. November dauert. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums erreichte «Agatha» Windgeschwindigkeiten von 75 Kilometern pro Stunde.
(sda/afp/halp)
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