Vulkanausbruch
Islands Fliegerschreck pfeift aus dem letzten Loch
Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull hat sich mehr als fünf Wochen nach seinem spektakulären Ausbruch weitgehend beruhigt. Er sei als «untätig» eingestuft worden, teilten der isländische Wetterdienst und Wissenschaftler der Universität von Island am Sonntag mit.
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Eine Sprecherin der Zivilschutzbehörde, Iris Marelsdottir, sagte, aus dem Vulkan komme noch etwas Dampf, aber keine Asche mehr: «Es ist zu früh, um zu sagen, dass es vorbei ist - aber im Moment ist es ruhig.»
«Der Ausbruch ist, zumindest vorübergehend, beendet», sagte der isländische Geophysiker Magnus Gudmundsson. Ob dies aber auch das Ende der Aktivität des Vulkans bedeute, der im April eine Woche lang den europäischen Flugverkehr lahmlegte, könne noch nicht bestimmt werden.
Seit Sonntagmorgen habe der Krater kein Magma mehr, sondern nur noch Dampf gespuckt, sagte der Geophysiker von der Isländischen Universität in Reykjavik.
Frühestens in einem Jahr aber stehe fest, ob der aktuelle Ausbruch vorbei sei. Gudmundsson verwies darauf, dass der Vulkan Eyjafjalla bei seinem Ausbruch vor knapp 200 Jahren 13 Monate lang aktiv gewesen sei.
Nach dem jüngsten Ausbruch am 14. April hatte der Vulkan vor gut einer Woche einen dritten Höhepunkt seiner Aktivität gezeigt, war seitdem aber deutlich stiller geworden.
Bis zu zehn Millionen Flugpassagiere betroffen
Nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull im Jahr 1821 war der Vulkan über einen Zeitraum von zwei Jahren immer mal wieder aktiv.
Über Europa treibende Aschewolken des Vulkans haben seit seinem jüngsten Ausbruch am 14. April wiederholt zu Sperrungen des Luftraums geführt und für ein Chaos im internationalen Flugverkehr gesorgt. Schätzungsweise acht bis zehn Millionen Flugpassagiere weltweit waren davon betroffen.
(apn/halp)
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