Inhalt

Pariser Kunstraub: Der Dieb kam durch das Fenster

Donnerstag, 20. Mai 2010, 12:17 Uhr, Aktualisiert 21.05.2010, 9:37 Uhr

Offenbar hat ein einzelner Dieb im Pariser Museum für moderne Kunst Gemälde im Wert von Dutzenden Millionen Euro entwendet. Experten vermuten einen der grössten Kunstraube der Geschichte. Offenbar war der Täter alleine und stieg durch das Fenster ins Museum ein.

Videoplayer
Spektakulärer Kunstraub in Paris

Der Täter drang in der Nacht in das Pariser Museum ein. Wie die Bilder einer Überwachungskamera zeigen, war er alleine, maskiert und stieg durch ein Fenster ein. Das Sicherheitssystem war zuvor ausgeschaltet worden. Ein Wächter entdeckte den Raub dann am frühen Morgen.

Das Gebäude im XVI. Arrondissement wurde sofort abgeriegelt. Ermittler untersuchten die leeren Rahmen auf Spuren. Dabei versuchten sie auch zu klären, ob der Täter tatsächlich alleine handelte.

Rekordraub aus Pariser Kunstmuseum

Fünf Bilder hat der Dieb in seiner Nacht- und Nebelaktion mitgehen lassen. Darunter ist gemäss Angaben der Ermittler eines des spanischen Malers Pablo Picasso und eines des Franzosen Henri Matisse. Die anderen drei Werke stammen von dem italienischen Maler Amedeo Modigliani, dem Franzosen Georges Braque und seinem Landsmann Fernand Léger.

Einer der grössten Kunstdiebstähle

Bei den gestohlenen Werken handelt es sich um «Le pigeon aux petits pois» von Picasso, «La pastorale» von Matisse, «L'olivier près de l'Estaque» von Braque, «La femme à l'éventail» von Modigliani und «Nature morte aux chandeliers» von Léger.

Der Wert der fünf Bilder katapultiert den Diebstahl in einer Liste der grössten Kunstraube ganz weit nach vorne.

Uneinig ist man sich inzwischen über den Wert der Bilder. Die Polizei erklärte zunächst, die Werke seien rund eine halbe Milliarde Euro wert. Das Kulturamt von Paris sprach dagegen von einem Betrag von «unter 100 Millionen Euro».

Bild
Zurück blieben nur die leeren Bilderrahmen. reuters

Viel dürfte der Dieb von seiner Beute ohnehin nicht haben: Pierre Cornette de Saint-Cyr, der Direktor des Museums Palais de Tokyo, das auch moderne Kunst zeigt, nannte den oder die Diebe «Dummköpfe». «Mit diesen Bildern kann man nichts anfangen. Alle Länder auf der Welt wissen davon und kein Sammler ist so dumm, ein Bild zu kaufen, das er erstens keinem anderen Sammler zeigen kann und bei dem er zweitens Gefahr läuft, im Gefängnis zu landen.» Normalerweise würden solche Bilder wiedergefunden. «Diese fünf Bilder sind unverkäuflich.»

(agenturen/sprm/gern)

Kommentare aktiv...

S. Santana, Monte Carlo (Monaco)
(4042 Frau)
Verfasst am: 21.5.2010 9:58

Kunst ist ...

Dienst am Menschen, ohne Kunst hätten wir eine... mehr

Zustimmen — 85 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 3 Leser sind anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

A. Schweiz, Zürich
(np Mann)
Verfasst am: 20.5.2010 21:22

Ein paar Künstler

haben vier vollgekritzelte Leintücher mitgehen... mehr

Zustimmen — 8 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 95 Leser sind anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

A. Casutt, Allschwil
(hermes Mann)
Verfasst am: 20.5.2010 20:19

R. Schmid schäm di

Picasso hat das Bild Guernica aus tiefem... mehr

Zustimmen — 25 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 1 Leser ist anderer Meinung.

Heiklen Inhalt melden antworten

Dieser Artikel wurde archiviert. Die Kommentarmöglichkeit wurde deshalb deaktiviert. Vielen Dank für Ihr Interesse.