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International

BP: Bohrloch wird frühestens am Wochenende verschlossen

Donnerstag, 20. Mai 2010, 3:49 Uhr, Aktualisiert 05:26 Uhr

Ein rasches Ende der Ölpest im Golf von Mexiko ist nicht in Sicht. Ingenieure des britischen BP-Konzerns wollen frühestens am Wochenende einen ersten Versuch starten, das Bohrloch in 1500 Meter Tiefe mit Schlamm und Zement zu stopfen.

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Ölteppich in Louisiana angekommen

Möglicherweise werde man mit dem Versuch aber bis Anfang nächster Woche warten, kündigte BP Manager Doug Suttles an.

Entwarnung in Florida

Derweil versucht die US-Wetterbehörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) Befürchtungen zu dämpfen, dass die Ölpest bald die Strände Floridas bedroht.

Bild Ölverschmierte Lybelle
Das Marschland ist für seinen Tierwelt bekannt. keystone

Das Öl werde wahrscheinlich frühestens in zehn Tagen Florida erreichen, hiess es bei der NOAA. Die Experten hoffen, dass bis dahin grosse Teile des Öls im Meer abgebaut sind.

Zunächst gab die US-Küstenwache denn auch Entwarnung: Die kürzlich in Florida angespülten Teerklumpen stammen nicht aus der Ölquelle im Golf von Mexiko. Dies hätten Tests ergeben.

Ernstfall in Louisiana

Dagegen ist im Bundesstaat Louisiana der Ernstfall eingetreten. Im Marsch- und Sumpfland am Mississippi-Delta wurde eine dickflüssige, schwarze Öl-Brühe gesichtet. Das Gebiet gilt als ökologisch höchst empfindlich und ist wichtig für die Fischindustrie.

Es handle sich nicht um Teerklumpen oder einen Ölfilm, sagte der Gouverneur. «Es befindet sich eine grosse Ölmenge in unseren Feuchtgebieten.»

Bobby Jindal (key)
«Das von uns allen befürchtete Ereignis ist heute eingetreten.»
Gouverneur Bobby Jindal

Es müsse damit gerechnet werden, dass noch mehr Öl angespült werde. «Das von uns allen befürchtete Ereignis ist heute eingetreten.»

Gespräche der USA mit Kuba

Weltweit fürchten Wissenschaftler, dass das Öl neben der ohnehin bedrohten US-Küste bald auch Kuba und den Atlantik erreichen könnte. Die Ölmassen im Meer könnten von einer Strömung erfasst und bis an die Ostküste der USA gespült werden.

Bild Küste Lousianas
Ein Ölfilm bedroht das Marschland. reuters

Die USA wollen nun Kuba regelmässig über den neuesten Stand informieren, wie ein Sprecher des Aussenministeriums in Washington sagte. Auf Arbeitsebene gebe es bereits Gespräche. Weitere Einzelheiten gab der Sprecher nicht bekannt.

Der Ölmulti BP teilte derweil mit, er pumpe mittlerweile täglich 3000 Barrel (je 159 Liter) aus der Ölquelle ab. Seit dem Untergang der BP-Plattform «Deepwater Horizon» vor etwa einem Monat strömen jeden Tag Hunderttausende Liter Öl ins Meer.

(sda/weis)

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B. Froehlich, Petra / Lesbos
(B.Froehlich Mann)
Verfasst am: 20.5.2010 15:11

Nach gewaltiger Zerstoerung

kommt nach wochenlangem Basteln die Idee zur... mehr

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B. Sonny, Zürich
(gohome Mann)
Verfasst am: 20.5.2010 12:03

Bohrloch

auf einmal wird der Versuch gemacht das Bohrloch... mehr

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