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International

Atomstreit mit Iran: Durchbruch mit Fragezeichen

Montag, 17. Mai 2010, 0:12 Uhr, Aktualisiert 20:52 Uhr

Trotz der Kompromisslösung mit Brasilien und der Türkei - Teheran will auch weiterhin selbst radioaktives Material anreichern. Kurz zuvor hatte sich der Iran noch bereit erklärt, sein niedrig angereichertes Uran nicht selbst zu verarbeiten, sondern ins Ausland zu schicken.

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Iran unterzeichnet Vertrag über Uran-Tausch

Der Iran werde die Produktion von auf 20 Prozent angereichertem Uran «auf seinem Territorium» fortsetzen, sagte Aussenamtssprecher Ramin Mehmanparast nach der Unterzeichnung des Vertrags mit Brasilien und der Türkei.

Der Iran hat sich bereit erklärt, einen Grossteil des Urans in die Türkei zu verfrachten.

Darin hatte der Iran zugestimmt, sein niedrig angereichertes Uran mit einem Anreicherungsgrad von 3,5 Prozent nicht selbst zu verarbeiten, sondern in die Türkei zu schicken. Spätestens ein Jahr später soll er im Gegenzug dafür Uran für seinen medizinischen Forschungsreaktor in Teheran erhalten, das auf 20 Prozent angereichert wurde.

Internationale Gemeinschaft skeptisch

Russland hat auf die Einigung in Teheran zurückhaltend reagiert. Ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des russischen Aussenministeriums hat laut Angaben der Agentur Interfax angekündigt, Russland werde eine genaue Prüfung der Berichte über eine Einigung im Atomstreit der internationalen Gemeinschaft mit Teheran vornehmen.

Bild Ein Mann in weissem Overall und mit Atemschutzmaske vor einer Schalttafel.
Der Iran (im Bild das Atomzentrum in Isfahan) will offenbar schwach angereichertes Uran in der Türkei gegen Brennstäbe tauschen. reuters/archiv

Ähnlich zurückhaltend äusserte sich die EU-Kommission. Man müsse warten, bis alle Einzelheiten vorlägen, sagte ein Sprecher in Brüssel. «Dieses Abkommen ist zwar ein positiver Schritt in die richtige Richtung, aber es befasst sich nicht mit dem gesamten iranische Atomprogramm.» Viele der von den fünf Ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates und Deutschland erhobenen Fragen müssten noch beantwortet werden.

Klare Worte zur Einigung fand der israelische Handelsminister Benjamin Ben-Eliser: «Die Frage ist, ob Ahmadinedschad nicht wieder die ganze Welt an der Nase herumführt», sagte er dem israelischen Rundfunk. Bislang habe dieser gegen alle Vereinbarungen verstossen. «Jeden Tag schreitet er näher in Richtung der Atombombe.»

Tilgner: «Sanktionen werden nun schwieriger»

Für Nahost-Experten Ulrich Tilgner ist das neue Abkommen ein Schritt in Richtung Durchbruch. Nun müsse man aber abwarten, ob die Atomenergiebehörde in Wien der Übereinkunft zustimmt. «Wenn dann auch noch die USA das Ganze absegnen, gibt es keinen Grund mehr für Sanktionen.» Sicher sei, dass es der UNO-Weltsicherheitsrat mit Sanktionen erstmals schwer haben werde.

Einschätzungen von Tilman Lingner, SF Korrespondent, Washington und Ulrich Tilgner, Nahost-Experte, Zürich

Abzuwarten bleibt nun, wie die USA auf das Abkommen reagieren. Diese vertreten im Streit mit dem Iran eine harte Haltung, und der russische Präsident Dmitri Medwedew erklärte vergangene Woche, der Einsatz Brasiliens sei möglicherweise «die letzte Chance», weitere Sanktionen zu vermeiden.

Der Iran nutzt sein Atomprogramm nach eigenen Angaben allein zu friedlichen Zwecken. Es wird aber befürchtet, dass die Regierung versuchen könnte, auch atomwaffenfähiges Uran zu erlangen.

(agenturen/halp/bers)

Kommentare aktiv...

M. Frölich

Verfasst am: 18.5.2010 18:07

Iran Weltmeister 2010

.................bis die letzten seconden... mehr

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S. Santana, Monte Carlo (Monaco)
(4042 Frau)
Verfasst am: 18.5.2010 14:32

Oben gezeigtes Foto entstand, ...

als der Fotograf die Frage stellte: "Wollte... mehr

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B. Leser, Waubaubau
(Leser Mann)
Verfasst am: 18.5.2010 1:27

Wer ...

... dem IRAN und Co. glaubt, IST SELBER SCHULD !!

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