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Schweiz

Protest gegen Ölbohrfirma Transocean in Zug

Samstag, 15. Mai 2010, 16:36 Uhr

Vor dem Sitz der Ölbohrfirma Transocean im Kanton Zug haben am Samstagnachmittag rund drei Dutzend Leute für ein Ende von Ölbohrungen in der Tiefsee protestiert. Die Firma Transocean mit Sitz in Steinhausen im Kanton Zug, war die Besitzerin der Ölbohrplattform «Deepwater Horizon», welche vor gut drei Wochen im Golf von Mexiko explodiert und gesunken ist.

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An der Protestaktion haben rund 35 Personen teilgenommen. Die Aktion wurde von der «Jungen Alternative Zug» organisiert.

Steuern für Opfer der Öl-Katastrophe

Die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko zeige, dass es völlig verantwortungslos sei, in der Tiefsee nach Öl zu bohren, findet die Junge Alternative. Die Regierungen müssten den Schutz von Mensch und Umwelt über die Profitinteressen der Ölmultis und der Ölindustrie stellen.

Ausserdem verlangten die Protestierenden von den Behörden, dass die kommunalen, kantonalen und nationalen Steuererträge von Transocean aus dem Jahr 2009 den Opfern der Ölkatastrophe überwiesen werden.

Schon wieder Zuger Firma an Öl-Katastrophe beteiligt

Wieder führe eine Spur einer Katastrophe nach Zug, schreibt die Junge Alternative. Schon im Jahr 1999 bei der «Erika»-Katastrophe vor der bretonischen Küste und 2002 bei der «Prestige»-Katastrophe vor der galizischen Küste sei eine Zuger Firma involviert gewesen.

(sda/eics)