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SBB-Milliardenauftrag an Bombardier: Stadler geht leer aus

Mittwoch, 12. Mai 2010, 14:06 Uhr, Aktualisiert 20:51 Uhr

Die SBB löst die grösste Rollmaterial-Bestellung ihrer Geschichte aus: Sie vergibt dem kanadischen Konzern Bombardier den Auftrag für 59 Doppelstockzüge für den Fernverkehr. Die Schweizer Konkurrenten Siemens Schweiz AG und Stadler Bussnang AG gehen leer aus.

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Bombardier darf die neuen Züge für die SBB bauen.
Bild Der neue Bombardier-Doppelstockzug.
Diese Doppelstöcker haben es den SBB-Verantwortlichen angetan. pd

Der Entscheid fiel klar aus, obwohl alle drei Angebote laut SBB-CEO Andreas Meyer «auf gutem Niveau» gewesen sind. Bombardier erhielt den Grossauftrag aus mehreren Gründen. Sowohl beim Komfort für die Kunden wie auch bezüglich Gesamtwirtschaftlichkeit habe Bombardier gegenüber den Konkurrenten Siemens Schweiz AG und der Stadler Rail um CEO und SVP-Nationalrat Peter Spuhler am besten abgeschnitten.

So verfügen die Fahrzeuge von Bombardier über den breitesten Innenraum und bieten gleichzeitig eine maximale Anzahl Sitzplätze. Die neuen Fahrzeuge verfügen über energieeffiziente Motoren, die Energie-Einsparungen von rund 10 Prozent erlauben, wie die SBB mitteilte.

Videoüberwachung zur Sicherheit

Schnelle Fahrgastwechselzeiten sind möglich dank eines optimalen Fahrzeugkonzeptes mit gleichmässig angeordneten Türen. Die Intercity-Züge verfügen über ein grosses Restaurant und einen geräumigen Familienwagen. Zudem haben die Züge elektronische Sitzplatzreservationsanzeigen. Zur Sicherheit der Reisenden sind sie mit Videoüberwachung und einem Notrufsystem ausgerüstet.

Und schliesslich sind die neuen Fahrzeuge «druckertüchtigt»: In langen Tunnels und beim Kreuzen von Zügen entstehen nach SBB-Angaben für die Reisenden spürbar geringere Druckwellen und weniger Ohrendruck.

Meyer: Schweiz kein Vergabekriterium

Die Frage, weshalb nicht die in der Ostschweiz ansässige Stadler Rail den Zuschlag erhalten hat, wollte SBB-CEO Meyer den Medien nicht beantworten. Stadler und Siemens würden in der nächsten Woche persönlich über die Bewertung ihrer Offerte informiert, sagte er.

Der SBB-Chef verwies zudem darauf, dass gemäss GATT- und WTO-Regeln die Wertschöpfung in der Schweiz kein Vergabekriterium sein dürfe.

Bundesrat Leuenberger zufrieden

Verkehrsminister Moritz Leuenberger ist mit dem Entscheid der SBB zufrieden. Die Generaldirektion habe ein Unternehmen gewählt, das in der Schweiz viele Arbeitsplätze habe und dank dem Grossauftrag wohl auch erhalten könne, sagte er in Bern vor Medienvertretern.

Der kanadische Konzern Bombardier ist der weltgrösste Bahntechnikhersteller. Die neuen Züge werden in Villeneuve (VD) und Görlitz (D) gebaut. Sie sollen schrittweise ab Dezember 2013 zum Einsatz kommen.

Milliardenrisiko für die SBB (10vor10 vom 30.04.10)

(sda/widb)

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F. Rihs, Büren an der Aare
(rif Mann)
Verfasst am: 13.5.2010 17:01

Ich verstehe die Aufregung nicht

Was zählt, ist das Preis-/Leistungsverhältnis... mehr

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E. Aduro, Berlin
(EnzoAduro Mann)
Verfasst am: 13.5.2010 12:33

Danke für die Sicherung von Berliner/Brandenburgischen Arbeitsplätzen

Von den Gewerbesteuern werden wir Steuerprüfer... mehr

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N. Lampe, Chengdu
(Aremonis Mann)
Verfasst am: 13.5.2010 9:24

Qualität

Die Annahme, dass ein Produkt höherwertige... mehr

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