International
BP, Transocean und Halliburton
In den Fall des Untergangs der Bohrinsel «Deep Water Horizon» und der daraus resultierenden Ölpest sind vor allem der Ölkonzern BP, der Plattform-Besitzer Transocean und der Ölfeld-Ausrüster Halliburton verwickelt.
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Ölkonzern BP (Pächter der Bohrinsel, Besitzer des Ölfelds)
Der Ölkonzern BP («British Petroleum») ist ein international tätiges Energieunternehmen mit Hauptsitz in London. BP fördert, produziert und vertreibt Öl und Gas. Das 1917 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit rund 80'3000 Personen. BP machte im vergangenen Jahr 13,9 Milliarden Dollar Gewinn. Der Umsatz betrug 239 Milliarden Dollar. BP besitzt rund 22'400 Tankstellen.

Transocean (Besitzer und Betreiber der Bohrinsel)
Die Transocean ist ein auf Tiefseebohrungen spezialisierter Konzern mit Sitz in Zug. Das Unternehmen verfügt weltweit über 136 Bohrplattformen und Bohrschiffe. Transocean beschäftigt rund 19'300 Personen. Der Konzern machte 2009 einen Umsatz in Höhe von 11,5 Milliarden Dollar. Transocean ist weltweit die Nummer 1 bei Tiefseebohrungen.

Halliburton (zementierte vor dem Unfall Bohrschacht)
Halliburton ist ein international tätiger Konzern und führender Anbieter von technischen Dienstleistungen, Wartungsservices, Planungs- und Entwicklungsservices, sowie Zulieferer verschiedener Produkte an Unternehmen aus der Erdöl- und Energieindustrie, wie auch für Unternehmen der öffentlichen Hand. Der Konzern machte 2009 einen Umsatz von 14,7 Milliarden Dollar.
Der grösste Öl-Dienstleister der Welt stand auf Grund fragwürdiger Geschäfte mit Ländern wie Libyen, Irak und Iran in den letzten Jahren vermehrt in der Kritik der Öffentlichkeit. Der ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney war 1995–2000 Vorstandsvorsitzender von Halliburton. Ermittler der US-Regierung werfen Halliburton vor, Milliarden Dollars, welche die Firma ab 2003 für den Wiederaufbau des Irak erhalten hatte, «verloren» zu haben.
Cameron International und Anadarko Petroleum
Zwei weitere Firmen sind in den Untergang involviert: Die Spzielafirma Cameron International und die US-Ölgesellschaft Anadarko Petroleum.
Von Cameron stammt ein Sicherheitsventil, das normalerweise den Ölfluss über dem Bohrloch stoppt. Anadarko ist mit 25 Prozent am betroffenen Ölfeld beteiligt, das mehrheitlich BP gehört.
(stom)
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