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International

Öl-Unglück: Verantwortliche schieben sich Schwarzen Peter zu

Dienstag, 11. Mai 2010, 18:38 Uhr, Aktualisiert 21:25 Uhr

Drei Wochen nach der Explosion einer Ölplattform im Golf von Mexiko streiten sich die Verantwortlichen über die Schuld des Unglücks. Die Spitzenmanager der drei in die Katastrophe verstrickten Unternehmen schieben sich gegenseitig die Verantwortung in die Schuhe.

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Der US-Senat hat sich die Verantwortlichen für die Ölpest vorgeknöpft.

Bei einer Anhörung im Energieausschuss des US-Senats am griff der Chef von BP Amerika, Lamar McKay, den Eigner der Ölplattform Transocean an, von dem BP die Bohrinsel geleast hatte.

In einer für die Senatsanhörung vorbereiteten Stellungnahme, wirft BP Transocean vor, sie sei für die Sicherungsventile verantwortlich. Transocean hat seinen Sitz in Zug und ist an der Schweizer Börse kotiert.

Ursache soll ausführlich geklärt werden

Transocean versichert wiederum, der Fehler liege in einer Betonkonstruktion von Öldienstleister Halliburton, die die Ölquelle hätte verschliessen müssen. Auch Vertreter von Halliburton sind zu den Anhörungen geladen.

Neben der Anhörung im Senatsausschuss begann in einem Vorort von New Orleans im US-Bundesstaat Louisiana eine Untersuchung zum Untergang der Bohrinsel. Der Kapitän der US-Küstenwache Hung Nguyen, einer der Co-Vorsitzenden der Untersuchung, versprach zu Beginn der Anhörungen eine intensive Aufarbeitung des Geschehens.

Bild BP-Logo.
BP weist die Schuld an der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko von sich. reuters

Weitere Massnahmen sollen das Öl endlich stoppen

Man werde sich «jedes auffindbare Beweisstückchen» genau anschauen, um herauszufinden, was zu der Ölkatastrophe und dem Tod von elf Menschen geführt habe. An der Anhörung nahmen auch Angehörige der der Opfer teil.

Seit die Bohrinsel am 22. April versunken ist, sprudeln täglich mindestens 700 Tonnen Rohöl aus zwei Lecks am Meeresboden ins Wasser aus. Um das Übel bei der Wurzel zu packen, war in der vergangenen Woche eine mehr als 100 Tonnen schwere Stahlkuppel, so hoch wie ein vierstöckiges Haus, über die grössere der beiden undichten Stellen gesenkt worden. Als nächstes will BP noch bis Ende dieser Woche eine kleine Stahlkuppel über das Haupt-Leck in 1500 Metern Tiefe stülpen.

(sda/gern)

Kommentare aktiv...

O. toneatti, bern
(olgar Mann)
Verfasst am: 12.5.2010 12:57

Das ist die Gier der Menschen und

vor Allem der Oelkonzerne nach Erdöl und anderen... mehr

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F. Frei, Buriram
(thaifritz Mann)
Verfasst am: 12.5.2010 8:43

Industirelles Hedging - ganze normale, oder?

Warum sollen Industriefirmen ihr Risiko nicht... mehr

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C. Wyss, daheim
(chriwy Mann)
Verfasst am: 11.5.2010 22:00

Wer weiss wie viele Hundert oder gar Tausend "Exxon Valdez" noch aus dieser Quelle sprudeln?

Ich glaube dass jetzt wirklich nicht der... [1]  mehr

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