Vulkanausbruch
Asche verschont Schweiz - EU mit Notfallplan
Die neue Aschewolke über Irland betrifft den Schweizer Luftraum nicht. Weil die Höhenströmungen momentan nach Süden ziehen, wird die Asche des Vulkans auf Island Richtung Portugal ziehen, so «SF METEO». Die EU stellt unterdessen einen Notfallplan für weitere Aschewolken in Aussicht.
Bild
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die Aschewolke wird sich vor allem in südliche und südöstliche Richtung verschieben. Dank dem Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer wird die Asche Richtung Iberische Halbinsel gezogen. Keine Entwarnung gibt es hingegen für nordeuropäische Staaten, wie beispielsweise die momentan betroffenen Iren.
Grenzwerte bleiben bestehen
Im Angesicht der neuen Aschewolke haben sich die EU-Verkehrsminister auf einheitliche Grenzwerte und eine schnellere Umsetzung des europäischen Einheitsluftraums geeinigt. So verpflichteten sich die EU-Staaten beim Sondertreffen in Brüssel, bis auf Weiteres den Vorgaben der europäischen Organisation für Flugsicherheit (Eurocontrol) zu folgen, die auch die Berechnungen des Vulkanasche-Zentrums VAAC in London mit einbeziehen wird.
Vorläufig gelten zudem die bereits Mitte April festgelegten Grenzwerte für die jeweiligen Flugzonen. So gilt in jener Zone ein Flugverbot, in der die Aschekonsistenz mehr als zwei Milligramm pro Kubikmeter betrifft. Daneben gibt es die zweite, «eingeschränkte» Flugzone, in der Instrumentenflug möglich ist und eine «offene» Flugzone, in welcher der Flugverkehr normal abgewickelt wird.
Krisen-Koordination auch mit der Schweiz
Mit «höchster Priorität» fordert der Ministerrat zudem alle EU-Institutionen und Mitgliedstaaten auf, die Umsetzung des einheitlichen europäischen Luftraums (SES) voranzutreiben. Dank einer Krisen-Koordinationsgruppe sowie einem europäischen Netzwerkmanager sollen die europäische Koordination verbessert und Entscheide schneller gefällt werden.
Die Schweiz ist seit Dezember 2006 beim SES dabei. Ein Hauptelement des SES sind neun funktionale Luftraumblöcke (functional airspace blocks - FAB). Auch hier soll möglichst rasch ein FAB-Koordinator für eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Blöcken eingesetzt werden. Die Implementierung der Blöcke soll ebenfalls beschleunigt werden.
Staatshilfen bleiben umstritten
Beim Luftraumblock Zentraleuropa (FABEC) ist die Schweiz beteiligt, zusammen mit Deutschland, Belgien, Luxemburg, Frankreich und den Niederlanden. Bis Ende Jahr beabsichtigen die sechs Staaten einen entsprechenden Staatsvertrag zu unterschreiben, wie Anton Kohler, Sprecher des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), auf Anfrage erklärte.
Zu allfälligen Staatshilfen äusserten sich die Verkehrsminister zurückhaltend. Für finanzielle Hilfe müssten auf alle Fälle einheitliche Kriterien in allen Staaten gelten. Gleiches gilt für die Passagierrechte, die innerhalb der EU klar geregelt sind und an die sich die Fluggesellschaften laut Kommission auch in Krisenfällen zu halten haben.
(sf/sda/fasc)
Kommentar verfassen
Um einen Leser-Kommentar zu verfassen, müssen Sie sich
hier kostenlos anmelden.
Meldungen im Tagesverlauf
- Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Shaqiri erneut «Spieler des Jahres»
- Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
- Ungefährdeter Sieg für die Ukraine
- Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
- Fukushima-Strahlung in Thunfischen vor USA
- SP könnte Steuerabkommen kippen
- Golden Gate Bridge im Lichterregen
- Annan ist schockiert über Massaker in Syrien
- Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
- Wacker Thun verpasst Titel knapp
- 18 Milliarden Euro Hilfen für griechische Banken
- Sion verbleibt in der Super League
- Zwei Tote bei Absturz von Schweizer Flugzeug in Deutschland
- «Solar Impulse» bleibt vorläufig in Madrid






Saudi-Arabien: «Schlampe» wegen lackierter Fingernägel
Elvis-Grabstätte kommt unter den Hammer
Brandkatastrophe in Katar fordert 19 Todesopfer
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Levrat lehnt Steuerabkommen ab
Facebook-Foto verleitet Räuber zu Überfall
Bankia und Katalonien am Bettelstab
Afghanistan: Gasangriffe sollen Mädchen vom Schulbesuch abhalten
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Jetzt sorgen Militärvelos für rote Köpfe
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Jeder zehnte Velofahrer ab 1. Juni nicht versichert

G. Bossert, Safenwil
)
(GaBo
Verfasst am: 4.5.2010 19:32
VERSCHWIEGEN wird überhaupt
recht gerne und erfolgreich, WAS VERURSACHEN und... mehr
Zustimmen — 15 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 9 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
O. toneatti, bern
)
(olgar
Verfasst am: 4.5.2010 19:01
Die neue Aschewolke kommt
wahrscheinlich nicht in die Schweiz, weil wir... mehr
Zustimmen — 33 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 26 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
M. Arnet, St.Gallen
)
(arnetmar
Verfasst am: 4.5.2010 18:47
Wolke zieht richtung Süden
Es betrifft die Schweiz zwar nicht direkt, jedoch... mehr
Zustimmen — 25 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 8 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten