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Vulkanausbruch

Asche verschont Schweiz - EU mit Notfallplan

Dienstag, 4. Mai 2010, 17:49 Uhr

Die neue Aschewolke über Irland betrifft den Schweizer Luftraum nicht. Weil die Höhenströmungen momentan nach Süden ziehen, wird die Asche des Vulkans auf Island Richtung Portugal ziehen, so «SF METEO». Die EU stellt unterdessen einen Notfallplan für weitere Aschewolken in Aussicht.

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Die Aschewolke wird sich vor allem in südliche und südöstliche Richtung verschieben. Dank dem Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer wird die Asche Richtung Iberische Halbinsel gezogen. Keine Entwarnung gibt es hingegen für nordeuropäische Staaten, wie beispielsweise die momentan betroffenen Iren.

Grenzwerte bleiben bestehen

Im Angesicht der neuen Aschewolke haben sich die EU-Verkehrsminister auf einheitliche Grenzwerte und eine schnellere Umsetzung des europäischen Einheitsluftraums geeinigt. So verpflichteten sich die EU-Staaten beim Sondertreffen in Brüssel, bis auf Weiteres den Vorgaben der europäischen Organisation für Flugsicherheit (Eurocontrol) zu folgen, die auch die Berechnungen des Vulkanasche-Zentrums VAAC in London mit einbeziehen wird.

Vorläufig gelten zudem die bereits Mitte April festgelegten Grenzwerte für die jeweiligen Flugzonen. So gilt in jener Zone ein Flugverbot, in der die Aschekonsistenz mehr als zwei Milligramm pro Kubikmeter betrifft. Daneben gibt es die zweite, «eingeschränkte» Flugzone, in der Instrumentenflug möglich ist und eine «offene» Flugzone, in welcher der Flugverkehr normal abgewickelt wird.

Krisen-Koordination auch mit der Schweiz

Mit «höchster Priorität» fordert der Ministerrat zudem alle EU-Institutionen und Mitgliedstaaten auf, die Umsetzung des einheitlichen europäischen Luftraums (SES) voranzutreiben. Dank einer Krisen-Koordinationsgruppe sowie einem europäischen Netzwerkmanager sollen die europäische Koordination verbessert und Entscheide schneller gefällt werden.

Die Schweiz ist seit Dezember 2006 beim SES dabei. Ein Hauptelement des SES sind neun funktionale Luftraumblöcke (functional airspace blocks - FAB). Auch hier soll möglichst rasch ein FAB-Koordinator für eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Blöcken eingesetzt werden. Die Implementierung der Blöcke soll ebenfalls beschleunigt werden.

Staatshilfen bleiben umstritten

Beim Luftraumblock Zentraleuropa (FABEC) ist die Schweiz beteiligt, zusammen mit Deutschland, Belgien, Luxemburg, Frankreich und den Niederlanden. Bis Ende Jahr beabsichtigen die sechs Staaten einen entsprechenden Staatsvertrag zu unterschreiben, wie Anton Kohler, Sprecher des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), auf Anfrage erklärte.

Zu allfälligen Staatshilfen äusserten sich die Verkehrsminister zurückhaltend. Für finanzielle Hilfe müssten auf alle Fälle einheitliche Kriterien in allen Staaten gelten. Gleiches gilt für die Passagierrechte, die innerhalb der EU klar geregelt sind und an die sich die Fluggesellschaften laut Kommission auch in Krisenfällen zu halten haben.

(sf/sda/fasc)

Kommentare aktiv...

G. Bossert, Safenwil
(GaBo Frau)
Verfasst am: 4.5.2010 19:32

VERSCHWIEGEN wird überhaupt

recht gerne und erfolgreich, WAS VERURSACHEN und... mehr

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O. toneatti, bern
(olgar Mann)
Verfasst am: 4.5.2010 19:01

Die neue Aschewolke kommt

wahrscheinlich nicht in die Schweiz, weil wir... mehr

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M. Arnet, St.Gallen
(arnetmar Mann)
Verfasst am: 4.5.2010 18:47

Wolke zieht richtung Süden

Es betrifft die Schweiz zwar nicht direkt, jedoch... mehr

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