Wirtschaft
Mehrheit der CS-Aktionäre ist für Milliarden-Boni
Trotz viel Kritik haben die Aktionäre der Credit Suisse bei der Generalversammlung im Zürcher Hallenstadion den Vergütungsbericht 2009 deutlich angenommen. Rund 66 Prozent aller anwesenden Aktionäre stimmten für die Boni-Zahlungen. Zudem erteilten die Aktionäre der Geschäftsleitung die Décharge und bestätigten vier Verwaltungsräte für eine weitere Amtszeit.
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Trotz der Annahme des Vergütungsberichts mit rund zwei Dritteln Ja-Stimmenanteil zeigte VR-Präsident Hans-Ulrich Doerig nicht nur Freude: «Ich sehe, ein beträchtlicher Teil von Ihnen ist nicht einverstanden», quittierte er das Resultat. Die CS werde künftige Vergütungsprogramme verbessern, um mehr Zustimmung der Aktionäre zu erhalten.
Vier Verwaltungsräte bestätigt
Ethos-Präsident Dominique Biedermann verlangte nach der Abstimmung für die Zukunft eine Konsultation der Aktionäre, bevor Vergütungen beschlossen werden. «Dies hilft, um die heutigen Exzesse zu verhindern.»
Vier bisherige Verwaltungsräte, deren Amtszeit abgelaufen war, wurden von den Aktionären für weitere drei Jahre gewählt. Dabei handelt es sich um Noreen Doyle, Aziz Syriani, David Syz und Peter Weibel. Für den zurückgetretenen Ernst Tanner wurden gleich zwei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt - der erst 28-jährige Jassim Bin Hamad J.J. Al Thani, Mitglied des katarischen Herrscherhauses, und Robert Benmosche.
Redeschlacht im Vorfeld
Zuvor musste die Führungsriege der Grossbank heftige Kritik einstecken. Zahlreiche Aktionäre äusserten ihre Empörung über die hohen Boni-Zahlungen. Für spontanen Applaus unter den fast 2400 anwesenden Aktionären im Zürcher Hallenstadion sorgte beispielsweise Aktionär René Zeyer, der an den Verstand von CEO Brady Dougan appellierte.
«Zähneknirschend hat die Credit Suisse 140 Millionen Franken an die Lehman-Opfer bezahlt», so Zeyer, welcher einige der Opfer vertrat. Über 600 Millionen Franken Verlust haben die Betroffenen aber hinnehmen müssen. Brady Dougan kassiert für das Jahr 71 Millionen Franken Bonus: «Kaufen Sie sich nicht eine Yacht oder ein Ferienhaus, Herr Dougan, kaufen Sie sich ein besseres Gewissen.»
Kritik aus allen Richtungen
Diverse Aktionäre empörten sich über die hohen Boni-Zahlungen. Ein Aktionär hat sich gar als günstigere Alternative zu CEO Brady Dougan empfohlen: «Ich wäre gerne bereit, für nur zwei Millionen Franken an der Spitze der CS zu stehen.» Ein weiterer Aktionär forderte den CEO auf, sich von seinem Geld einen Deutschkurs zu leisten.
Auch die Krise rund um die Lehman-Brothers-Opfer stand immer wieder im Mittelpunkt der Redner-Ausführungen. So machte der Aktionär Francesco Riva deutlich, dass sein Vater als Betroffener bis heute keine Entschädigung erhalten habe. Zudem sei er - der selbst bei der Credit Suisse angestellt war - von der Bank gekündigt worden. Verwaltungsratspräsident Hans-Ulrich Doerig wollte aus Persönlichkeitsschutzgründen keine Stellung nehmen.
Während ihr Präsident im Samichlaus-Kostüm an der GV als Redner auftrat, demonstrierten weitere Juso-Mitglieder vor dem Hallenstadion gegen die hohen Boni-Zahlungen. Cédric Wermuth wandte sich in seiner Ansprache direkt an den CS-CEO: «Herr Dougan, wenn Sie glauben, dass 90 Millionen Franken ein gerechter Lohn sind, dann glauben Sie wahrscheinlich noch an den Samichlaus». Der Jungpolitiker erntete dafür grossen Applaus.

CS-GV: Der Ticker
Die Generalversammlung der Crédit Suisse ging ohne grosse Überraschungen über die Bühne. Wenn Sie die einzelnen Traktanden nachverfolgen möchten, lesen Sie unseren CS-Ticker als Mehrwertartikel.
(sf/gern)
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H. Bernoulli, Zürich
)
(hbernoulli
Verfasst am: 3.5.2010 5:03
Ca. 1 bis 2% der Bevölkerung
besitzt 50% des Volksvermögens, weltweit sind es... mehr
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R. Burkhardt, Hadsund
)
(Overgaard
Verfasst am: 1.5.2010 16:32
Ich werde den Gedanken...
...nicht los, dass auf die exorbitanten Bezüge... mehr
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H. Meier, zuerich
)
(sonnesonne
Verfasst am: 1.5.2010 15:17
Wir Leben in einer Welt wo die Menschen Ihrer Grenzen nicht mehr kennen, darum muss ein Gesetzt her
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