International
Athen: Weltwirtschaft vor loderndem Feuer schützen
Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou hat die Länder der Eurozone zu schneller Hilfe für sein Land aufgerufen und an die Verantwortung von Europa erinnert. Die EU-Kommission schloss derweil die Möglichkeit einer Umschuldung für Griechenland aus.
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Europa und die Eurozone müssten in einer gemeinsamen Anstrengung verhindern, dass sich das «Feuer auf die europäische und die Weltwirtschaft ausbreitet». Die Last dieser Verantwortung liege nicht nur auf Griechenland - auch Europa habe eine historische Verantwortung, sagte Papandreou zu Beginn einer Kabinettssitzung in Athen.
Umschuldung für Griechland ist kein Szenario
Eine Umschuldung für Griechenland sei «keine Option, für keines der Euroländer», sagte der Sprecher von EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel.
Die Eurostaaten hätten das so entschieden und auch jetzt sei eine Umschuldung «kein Szenario», führte Amadeu Altafaj Tardio weiter aus. Im Moment sind die EU-Kommission, die Europäische Zentralbank (EZB) und der Internationale Währungsfonds (IWF) in Athen dabei, mit Griechenland die Umsetzung des Hilfspakets festzulegen.
«In den nächsten Tagen» werde dieses abgeschlossen, sagte der Sprecher. Danach seien die Euroländer am Zug, über die Beiträge zu entscheiden. Voraussichtlich am 10. Mai wird ein Sondertreffen der Euroländer zu Griechenland stattfinden.
EU-Kommission arbeitet auf Hochtouren
Die Eurostaaten sollen Griechenland mit rund 30 Mrd. Euro unterstützen. Die Zahlen für das nächste Jahr wurden noch nicht festgelegt. Der IWF hatte Zahlungen in der Höhe von 10 bis 15 Mrd. in Aussicht gestellt. Diese könnten aber laut einem Bericht der «Financial Times» um weitere 10 Mrd. Euro erhöht werden.
Rehns Sprecher wehrte sich gegen Vorwürfe, die EU-Kommission warte ab anstatt rasch zu handeln. «Niemand wartet, alle arbeiten jeden Tag hart, auch am Wochenende», sagte er. Seit Griechenland letzten Freitag den Hilfsantrag gestellt habe, sei die Arbeit sogar noch beschleunigt worden.
Kein Kommentar zu Abstufung der Kreditwürdigkeit
Die EU-Kommission werde die Finanzmärkte und die Arbeit der Ratingagenturen genau beobachten, sagte Altafaj Tardio weiter. Die erneute Herunterstufung von Griechenland und Portugal durch Ratingagenturen kommentiere die Kommission nicht.
Die Sprecherin von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier verwies auf die neuen, schärferen Regelungen für Ratingagenturen, die bis Ende Jahr in Kraft treten soll. Im aktuellen Fall erwarte die EU-Kommission, dass die Ratingagenturen «verantwortungsvoll handeln» und bei Griechenland auch die Bemühungen und das Hilfspaket in ihre Einschätzungen einbeziehen würden.
«Griechenland steht vor dem Abgrund»
Nach der Abwertung der Bonität Griechenlands, wird im Land offen darüber gesprochen, dass nun Krieg gegen Griechenland geführt werde. Diese Einschätzung äusserte SR-Korrespondent Werner van Gent. Van Gent hat zurzeit wenig Hoffnung für Griechenland. Das Land stehe vor dem Abgrund, prognostiziert er. Er geht daher davon aus, dass weitere soziale Unruhen im Land sehr wahrscheinlich sind.
Für die Griechen kommt der Entscheid der Ratingagentur Standard & Poor's, die Kreditwürdigkeit des Landes massiv abzuwerten, überraschend.
Die Ratinagentur Standard & Poor's hatte am Dienstag das Rating für griechische Staatsanleihen auf das Ramschniveau «BB+» gesenkt. Auch die Kreditwürdigkeit Portugals stufte die Agentur herab:
Griechenland hat jetzt «Ramsch-Status»
Die Herabstufung der Bonität von Griechenland und Portugal liess auch die Börsen nicht kalt. Diese mussten weltweit schwere Verluste hinnehmen:
(sf/apn/kokb)
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C. Staub, Steffisburg
)
(castaub
Verfasst am: 29.4.2010 7:49
...EIN WIRTSCHAFTS-MODELL SETZT SICH DURCH :
...WIR LEBEN EBEN IN DER BAKSCHISCH-GESELLSCHAFT... mehr
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P. D., Esslingen am Neckar
)
(Peterle
Verfasst am: 29.4.2010 7:25
Würde mich schon mal riesig interessieren,
wie die EU-Kommission auf Hochtouren arbeitet;... mehr
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F. Meier, Zürich
)
(frdmeier8
Verfasst am: 29.4.2010 0:04
Wir Schweizer hatten richtig entschieden
nicht diesem Bürokraten- und... mehr
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