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Vulkanausbruch

Swiss-Chef: «Luftfahrt kann Risiko nicht alleine tragen»

Mittwoch, 21. April 2010, 19:19 Uhr, Aktualisiert 22:39 Uhr

In einem Interview mit der «Rundschau» äussert sich erstmals Harry Hohmeister, CEO der Swiss, zu den Folgen der Flugsperre über Europa. Diese könnten nach der Finanzkrise, die den Luftverkehr schon hart getroffen habe, nicht einfach weggesteckt werden.

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«Rundschau»-Interview mit Harry Hohmeister, Swiss-CEO

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Sein persönliches Grounding erlebte Harry Hohmeister am vergangenen Samstag, als er am Flughafen ankam. Alles sei leer gewesen, die Tafel rot mit gecancelten Flügen. «Das war mein schrecklichster Moment, weil wir nicht wussten, wie es weitergeht.»

Verluste im zweistelligen Millionenbereich

Es herrsche jetzt kein Chaos mehr, doch die Verunsicherung sei noch immer gross. Den gesamten Verlust für die Swiss beziffert Hohmeister bisher im zweistelligen Millionenbereich. «Mit fünf bis sechs Millionen Franken Verlust pro Tag sind wir wahrscheinlich in einer realistischen Grössenordnung.» Genaue Zahlen werde erst die Nachkalkulation in den nächsten Tagen ergeben.

Bezüglich Schadenersatzforderungen an den Staat wollte sich der Swiss-CEO nicht konkret äussern. Man sei daran, rechtliche und politische Aspekte zu prüfen. Seinen persönlichen Standpunkt liess Hohmeister aber durchaus durchblicken.

«Ich hoffe, dass die Politik, aber auch die Gesellschaft Verständnis dafür hat, dass die Aviatik hier das Risiko nicht alleine tragen kann. Wir kommen aus einer Finanzkrise, die auch den Luftverkehr sehr hart getroffen hat, und können eine solche Naturkrise, wie sie jetzt durch den Vulkanausbruch ausgelöst wurde, nicht einfach so wegstecken.»

Flächendeckende Analyse

Lobende Worte hat Hohmeister in der Abwicklung der Krise für die Schweizer Behörden. «Wir hatten mit den Behörden, insbesondere mit dem BAZL und mit Skyguide, eine sehr gute Zusammenarbeit. Ich selber war mit dem BAZL-Chef ständig in Kontakt.» Für Hohmeister besteht kein Zweifel, dass es jetzt gelte, aus dem Vorgefallenen Lehren zu ziehen.

«Niemand hat offensichtlich mit einem Vulkanausbruch, der Auswirkungen auf Mitteleuropa hat, gerechnet. Wir sammeln jetzt alle möglichen Daten an unseren Flugzeugen, die jetzt wieder geflogen sind. Wir schauen, ob da jetzt wirklich Vulkanasche sich nachweisen lässt. Wir sammeln diese Daten im ganzen Lufthansa-Konzern, um flächendeckende Analysen zu bekommen. Wir müssen lernen, mit dieser Situation umzugehen.»

(sf/bret/horm)

Kommentare aktiv...

F. ranco, Safersafe
(Hara-Kiri Mann)
Verfasst am: 24.4.2010 17:33

To swiss to ground

Da muss ich dem Herrn Hohmeister Recht geben. Die... mehr

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R. Charles, zu Hause
(Ray82 Mann)
Verfasst am: 23.4.2010 13:21

Management-Fehler kurzfristiger Erfolg

Mit dem Risiko, dass ein Unternehmen aus nicht... mehr

Zustimmen — 4 Leser sind auch dieser Meinung.
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T. Leuzinger
(tizian.leuzinger )
Verfasst am: 22.4.2010 9:24

haha

herrlich!! ich gehe in zukunft auch nach bern... mehr

Zustimmen — 34 Leser sind auch dieser Meinung.
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