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Vulkanausbruch

Steuerzahler sollen für Aschewolke gerade stehen

Mittwoch, 21. April 2010, 5:26 Uhr, Aktualisiert 20:53 Uhr

Das Flugverbot hat tiefe Löcher in die Kassen der Airlines gerissen: Der Internationale Luftfahrtverband (IATA) beziffert die Kosten wegen der Vulkan-Aschewolke für die Fluggesellschaften auf bislang mehr als 1,7 Milliarden Dollar. Der Verband fordert nun von den europäischen Staaten Finanzhilfen für die gebeutelten Airlines. Ein Konkurs kleinerer Airlines wird nicht ausgeschlossen.

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Die Vulkanwolke hat die Airlines bislang rund 1,7 Mrd. Dollar gekostet. Der internationale Luftfahrtverband (IATA) fordert nun staatliche Finanzhilfe. Sind Sie dafür, dass der Steuerzahler dafür in die Tasche greifen muss?

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Allein auf dem Höhepunkt der Krise zwischen dem 17. und 19. April - als die meisten Lufträume geschlossen waren - seien Kosten von 400 Millionen Dollar täglich angefallen, teilte der Generaldirektor der IATA, Giovanni Bisignani, in Berlin mit.

Die Krise habe sogar das Flugverbot in den USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den Schatten gestellt. Damals war der dortige Luftraum drei Tage lang geschlossen.

Isländer leiden unter Asche

Bisignani begründete die Forderung nach Finanzhilfen damit, dass das Ausmass der Sperrung unverhältnismässig gewesen sei. Zudem belasteten die Fluggastrechte auch bei einem solchen «Akt Gottes» die Airlines einseitig.

Im schlimmsten Fall seien 29 Prozent des internationalen Flugverkehrs und 1,2 Millionen Passagiere pro Tag betroffen gewesen. Wegen der insgesamt schwierigen Lage rechnet Bisignani für die Flugunternehmen in Europa in diesem Jahr mit einem Verlust von 2,2 Milliarden Dollar.

Bisignani hatte schon bei früherer Gelegenheit betont, dass mindestens fünf Fluggesellschaften von Bankrott bedroht seien. Den mittelgrossen und kleinen Airlines gehe das Geld aus, warnte der IATA-Chef.

Die Fluglinien hätten aber auch Einsparungen erzielt, teilte der IATA mit. So seien etwa die Treibstoff-Kosten 110 Millionen Dollar pro Tag geringer ausgefallen.

Bisignani rügte zudem die europäischen Regierungen für ihr Krisenmanagement: Es habe fünf Tag gedauert, bis sich die Verkehrsminister zu einer Konferenz zusammengefunden hätten. Er forderte die Regierungen auf, nach Wegen zu suchen, um die Airlines für die Einnahmeausfälle zu entschädigen.

Aschewolke-Regeln für die Zukunft

Unterdessen hat die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) angekündigt, Standards für den künftigen Umgang mit Aschewolken zu erarbeiten.

Der Generalsekretär der UNO-Sonderorganisation, Raymond Benjamin, sagte, die ICAO habe neun Messstationen rund um den Globus, die die Asche-Konzentrationen in der Luft überwachen. Nun soll ein Expertengremium festlegen, ab welchem Wert eine Gefahr für die Triebwerke von Flugzeugen besteht.

(apn/sda/kokb/hues)

Kommentare aktiv...

A. Simon, Niederbipp

Verfasst am: 11.5.2010 17:37

Nicht korrekt

Ich finde es nicht richtig,dass wir... mehr

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H. Seemann
(heniseemann Frau)
Verfasst am: 22.4.2010 14:20

das fliegen ist spotbillig wenn mann nach der

verursacherprinzip rechnet. vielleicht sollte ich... mehr

Zustimmen — 23 Leser sind auch dieser Meinung.
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R. Strässler, Zollikon
(ruthstraessler Frau)
Verfasst am: 22.4.2010 10:19

R.Straessler

Das Fliegen ist zu billig. Für wenige hundert... [1]  mehr

Zustimmen — 30 Leser sind auch dieser Meinung.
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