Schweiz
Kosovo-Serben dürfen nach Serbien weggewiesen werden
Abgewiesene serbische Asylbewerber aus Kosovo können nach Serbien zurückgeschickt werden. Das Bundesverwaltungsgericht befindet eine solche Wegweisung als «grundsätzlich zumutbar» und stützt damit das Bundesamt für Migration (BFM).
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Das Gericht listet jedoch allgemeine Kriterien auf, die im Einzelfall zu berücksichtigen seien. Dazu gehören die Möglichkeit einer minimalen Existenzsicherung oder Verbindungen mit Serbien.
Angst vor albanischstämmiger Dorfgemeinschaft
Ausgelöst hatte den Grundsatzentscheid eine Beschwerde einer jungen Serbin, deren Asylgesuch zuvor vom BFM abgelehnt worden war. Das Amt hatte sie nach Serbien ausgewiesen, weil es eine Rückkehr nach Kosovo für nicht zumutbar hielt.
Die junge Frau war in Kosovo aufgewachsen. Nach der Unabhängigkeitserklärung 2008 hatte sie zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Mutter das Land verlassen und in der Schweiz um Asyl gebeten, weil sie sich den Feindseligkeiten der albanischstämmigen Dorfgemeinschaft ausgesetzt fühlte.
Kriterien nicht erfüllt
Im vorliegenden Fall begründet das Gericht, dass die junge Frau alleinstehend sei, eine gute Ausbildung im medizinischen Bereich und Verwandte in Serbien habe. Alles Faktoren, die für eine Wiedereingliederung ohne übermässige Schwierigkeiten sprächen.
Auch die Asylgesuche des Bruders und der Mutter wurden abgelehnt. Ihre Beschwerden wurden nun vom Bundesverwaltungsgericht ebenfalls abgewiesen.
(sda/hues)
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