Vulkanausbruch
User finden: Die Sicherheit geht vor
Die viertägige Sperrung des Luftraumes über Europa hat bei Flugpassagieren und Airlines grossen Ärger ausgelöst. Eine Umfrage von «tagesschau.sf.tv» zeigt ein anderes Bild. Mehr als zwei Drittel der teilnehmenden User sind der Ansicht, der Luftraum sei zu Recht so lange gesperrt worden.
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An der nicht-repräsentativen Umfrage von «tagesschau.sf.tv» haben mehr als 2700 Leser teilgenommen. 68 Prozent sind der Überzeugung, die Behörden hätten richtig entschieden. 32 Prozent waren hingegen der Meinung, der Entscheid der Behörden sei zu vorsichtig. Denn gemäss verschiedenen Tests habe geflogen werden können. «Reale Tests lagen schon am Samstag vor!» entrüstet sich ein User, der wegen der Sperrung nicht in die Ferien verreisen konnte.
Die Swiss liesse sich von den Behörden, insbesondere von der EU an der Nase herumführen, meinte ein anderer. «Die Fluggesellschaften sollen selbständig entscheiden können, ob sie starten oder nicht», fordert ein Dritter. «Sie werden sich hüten, zu grosse Risiken einzugehen. Der Markt soll das regeln!»
Eine Frage der Verantwortung
Doch auch die Gegenmeinung ist unter den Usern vertreten: «Nach ein paar Tagen Flugverbot ist die Sicherheit wegen der finanziellen Bussen zweitrangig geworden. Doch wer will die Verantwortung übernehmen, wenn ein Flugzeug mit 300 Personen abstürzt?» Eine weitere Meinung: «Es gilt nicht zu beweisen, ob ein Jet mit Sicherheit abstürzt, wenn er in eine Aschenwolke fliegt, es gilt zu beweisen, dass er in diesem Fall mit Sicherheit nicht abstürzt.»
Was, wenn die gesamte Weltbevölkerung fliegen würden?
Auch eine generelle Debatte rund um ökologischen Sinn und Unsinn der Fliegerei beschäftigte die User. «Nur 6,5 Prozent der Weltbevölkerung benützen das Flugzeug», schrieb jemand. «Mit welchem Recht verunreinigen diese wenigen Prozente unseren Planeten? Was, wenn die gesamte Erdbevölkerung fliegen und ihre Ware per Flugfracht erhalten wollte?» Ein anderer User: «Eine Milliarde Menschen hungert auf dieser Welt. Und Sie beklagen sich, wenn Sie mal nicht einsteigen können…»
Eindrückliches Beispiel für die Abhängigkeit der Mobilität
«Auf eine eindrucksvolle Weise erleben wir nun die Verletzbarkeit der Mobilität der modernen Gesellschaft und ihre damit zusammenhängende Abhängigkeit», so ein User. Wenn die Sperrung Monate ginge, dürfe es tumultartige Szenen geben, so der User weiter. «Eine Zerreisprobe für die Gesellschaft!» «Der Vulkan hat uns einen Ent-Globalisierungstrick vorgeführt und unser hektisches Leben für einen kurzen Moment entschleunigt», schreibt ein User. «Geniessen wir es!»
Viele plädieren auch für Ferien in der Heimat. «Bitte bleiben Sie im wahrsten Sinn des Wortes am Boden. Die Erde dankt es Ihnen. Ferien am Bielersee sind wirklich wunderschön :-)»
(buev)
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